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Porsche Macan mit Verbrenner: Produktion endet diesen Monat

Der letzte Wagen der ursprünglichen Macan-Generation wird Ende Juli vom Band laufen

Porsche Macan Verbrenner

Es ist Zeit, Abschied vom Macan der ersten Generation zu nehmen: Porsche steht nur noch wenige Wochen davor, bei seinem langjährigen kleinsten SUV den Stecker zu ziehen. Seit Anfang 2014 in Produktion, wird der "Sportwagen unter den SUVs" Ende Juli 2026 eingestellt, wenn das letzte Exemplar im Werk Leipzig vom Band läuft.

In Europa ist der ursprüngliche Macan mit Verbrenner bereits seit geraumer Zeit Geschichte, nachdem er die Cybersicherheitsanforderungen der General Safety Regulation (GSR2) nicht mehr erfüllte. Nun steht das Modell weltweit vor dem Aus.

Bildergalerie: Porsche Macan (2021)

Zu Jahresbeginn räumten Volkswagen-Konzernchef Oliver Blume und der frühere Porsche-Chef Blume ein, dass Zuffenhausen mit der Entscheidung, den Gewinnbringer einzustellen, den falschen Schritt gemacht habe. Damals ging das Unternehmen davon aus, dass die Käufer ganz selbstverständlich auf die zweite Generation mit rein elektrischem Antrieb wechseln würden. Das geschah jedoch nicht in dem Tempo, das Porsche erwartet hatte:

"Wir lagen beim Macan falsch. Auf Basis der damals verfügbaren Daten und unserer Einschätzung der Märkte würden wir dieselbe Entscheidung noch einmal treffen. Heute ist die Situation eine andere. Wir haben reagiert und ergänzen Verbrenner und Hybride."

Während das Elektroauto das Modell mit Verbrennungsmotor im vergangenen Jahr mit 45.367 zu 38.961 Einheiten noch übertraf, zeigt sich im ersten Halbjahr 2026 ein anderes Bild. Von den bis Juni ausgelieferten 35.315 Macan hatten 19.695 einen Benzinmotor, während nur 15.620 rein elektrisch unterwegs waren. Wäre die erste Generation in Europa weiter erhältlich geblieben, ist es plausibel anzunehmen, dass der Abstand noch größer ausgefallen wäre.

Rückblickend ist es durchaus möglich, dass das konventionell angetriebene Modell den Vergleich im Jahr 2025 nicht verloren hätte, wenn es in der EU weiter angeboten worden wäre – sicher sagen lässt sich das allerdings nicht. Vor dem unmittelbar bevorstehenden Produktionsende des Macan mit Verbrenner hat Porsche Fahrzeuge auf Lager gelegt, um die starke Nachfrage in den USA zu bedienen. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Bestände bis ins Jahr 2027 reichen werden.

Porsche Macan 4S (2025) im Test

Der rein elektrische Porsche Macan 4S (2025) im Test

Bild von: InsideEVs

Da ein direkter Nachfolger ursprünglich nicht vorgesehen war, wird Porsche zunächst keinen unmittelbaren Ersatz für den Macan mit Verbrennungsmotor haben. Zwar ist ein neuer kompakter SUV mit Benzin- und Hybridantrieb in Arbeit, doch er lässt noch auf sich warten. Im vergangenen Jahr sagte der damalige CEO Oliver Blume, das Modell komme in drei Jahren auf den Markt – also voraussichtlich 2028. Wenn es so weit ist, wird es einen anderen Namen tragen, denn die Bezeichnung Macan reserviert das Unternehmen für das Elektroauto.

Wie der bald eingestellte Macan wird auch der Neuling technisch mit dem Audi Q5 verwandt sein. Vor einigen Monaten sagte CEO Michael Leiters jedoch, dass es trotz der Audi-Verbindungen deutlich mehr sein werde als ein schlicht umgelabelter und neu eingekleideter Q5:

"Wir müssen sicherstellen, dass dies ein echter Porsche wird. Und dafür braucht es Inhalte, Produktsubstanz und Technologie, die bei diesem Auto neu sind – die bei diesen Autos neu sein werden. Deshalb ist eine gewisse Zeit nötig, um die Industrialisierung und schließlich die Markteinführung dieses Produkts zu erreichen."

Porsche Macan GTS (2021) mit GTS Sport Paket

Der Macan ist das zweite Modell mit Verbrennungsmotor, das Porsche in jüngerer Zeit eingestellt hat. Bereits im vergangenen Oktober hat das Unternehmen die Produktion von 718 Boxster und Cayman eingestellt; und wie beim SUV ist auch hier nicht sofort ein Nachfolger verfügbar. Die zweitürigen Sportwagen mit Benzinmotor sollen später in diesem Jahrzehnt zurückkehren. Bis dahin klaffen zwei auffällige Lücken im Modellprogramm.

Aus Volumensicht dürfte Einigkeit darüber bestehen, dass der Nachfolger des Macan mit Verbrennungsmotor deutlich wichtiger ist als der der 718-Modelle – und er kann gar nicht früh genug kommen. Porsche will im Herbst weitere Details zu seiner künftigen Modellpalette nennen, wenn das Unternehmen beim Capital Markets Day seine Strategie 2035 vorstellt.