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Porsche bestätigt: Einen vollelektrischen 911 wird es nie geben

CEO Leiters will bei der Sportwagenikone weiterhin auf Verbrenner- und Hybridtechnik setzen

Porsche 911 Turbo S (2026) im Test
Bild von: Porsche

Wenn es um die Elektrifizierung des Mobilitätssektors geht, kochen Emotionen gerne schonmal hoch. Durchdachte Argumente zählen dann nicht mehr. Vor allem wenn es in Richtung Sportwagen geht. Brachial, roh und laut muss es sein! Da passt ein E-Antrieb nicht ins Bild, auch wenn der zuweilen sehr gute sportliche Eigenschaften mitzubringen vermag.

Eine Befürchtung war da immer sehr laut: Könnte DIE deutsche Sportwagenikone schlechthin irgendwann auch der Elektrifizierung zum Opfer fallen? Schließlich war Porsche schnell mit dabei, wenn es um sportliche E-Modelle ging. Doch Nostalgiker und Enthusiasten können fürs Erste aufatmen. Ein vollelektrischer 911 ist nicht in Planung.

Bildergalerie: Porsche 911 Turbo S (2026) im Test

Laut einem Bericht von DPA International bestätigte der Porsche-CEO diese Entscheidung bei einer Veranstaltung der Kollegen von Auto, Motor und Sport. Michael Leiters sprach von einem ikonischen Produkt, das auch künftig mit Verbrennungs- und Hybridantrieb angeboten werde.  

Das bedeutet jedoch nicht, dass die Zuffenhausener jedwede Elektrifizierung aufgeben. Leiters ergänzte, dass Porsche weiterhin in Elektroautos investieren und elektrifizierte Produkte anbieten werde, die Käufer tatsächlich wollen. Immerhin sei das schwäbische Haus mit Taycan und Co ein "Pionier der Elektromobilität". Ein elektrischer 911 gehöre jedoch nicht zu den Planungen.  

Leiters gibt zu, bei der Umstellung etwas zu früh gewesen zu sein. Auch zur Elektrifizierung von Boxster und Cayman gab es viele kritische Stimmen – viele Puristen haderten. Inzwischen hat Porsche seinen Kurs angepasst. In Zukunft werden Hybridantriebsoptionen wieder stärker in den Fokus rücken, wie vermutlich auch beim 911 GT3 RS. Dennoch war 2025 jeder dritte verkaufte Porsche elektrisch unterwegs.

Dass die Sportwagen-Legende niemals als Stromer unterwegs sein wird, ist vermutlich ein vernünftiger Schritt. Ein Markt für einen potenziell vollelektrischen 911er ist sicher da, die Stammkundschaft wird da aber wohl nur in Teilen mitziehen. Der 911er ist dermaßen mit der Historie des Autobauers und dem Erleben von Boxermotoren verbunden, da wäre ein souveränes Auslaufen und ein Neuanfang mit einem gesonderten vollelektrischen Äquivalent sicher ratsam – ungeachtet etwaiger Emissionsauflagen.

Und wer weiß, vielleicht kann der Zuffenhausener mit synthetischen Kraftstoffen viel länger überleben, als wir heute noch vermuten. Denn eines dürfen Nostalgiker und Enthusiasten ja immer – Träumen.