Sunlight Cliff 602 X (2026): Dieser Camper denkt Outdoor völlig neu
Klappbare Einzelbetten, Outdoor-Dusche und viel Stauraum
Ein Bike, ein Surfboard oder doch die komplette Kletterausrüstung? Genau hier setzt der neue Sunlight Cliff 602 X an. Statt dem x-ten Standard-Grundriss gibt’s ein variables Heck, das sich dem Trip anpasst – nicht umgekehrt. Premiere feiert der Campervan auf dem Caravan Salon Düsseldorf vom 28. August bis zum 6. September.
Sunlight baut damit die X-Baureihe sinnvoll aus. Nachdem zuletzt die neuen UNLTD-Teilintegrierten die Reisemobilpalette erweitert haben, folgt jetzt der nächste Schritt bei den Campervans. Nach Cliff X 600 und 640 kommt der 602 X als flexiblere Alternative zum bekannten 602 Adventure. Der Fokus verschiebt sich spürbar: weniger „Wie viele Schlafplätze gehen rein?“ und mehr „Was nehme ich mit?“. Und genau das ist im Camper-Alltag oft die entscheidendere Frage.
Bildergalerie: Sunlight Cliff 602 X (2026)
Herzstück ist das Heck. Sunlight verbaut zwei Längseinzelbetten, die sich unabhängig voneinander hochklappen lassen. Klingt unspektakulär, ist aber der entscheidende Punkt: Eine Bettseite kann zum Schlafen genutzt werden, während die andere Platz für Bikes, Ski oder längere Boards schafft. Werden beide Betten hochgeklappt, entsteht für einen sechs Meter langen Kastenwagen ein erstaunlich großzügiger Laderaum – ohne Schrauben, ohne Gefummel, ohne Umbau-Orgie.
Gerade für Solo-Reisende oder Paare mit Sportfokus ist das ein echter Mehrwert. Denn klassische Camper zwingen oft zur Entscheidung: schlafen oder laden. Der 602 X versucht, beides gleichzeitig halbwegs elegant zu lösen. Passend dazu hat Sunlight auch das Bad neu gedacht.
Statt klassischer Nasszelle gibt es ein Schwenkbad mit Rolladentür, Ablagen und eigenem Fenster. Funktional gedacht: Die Dusche lässt sich auch außen nutzen. Nach der Bike-Tour oder einem Tag am Strand bleibt der Dreck damit draußen – ein kleines Detail, das im Alltag schnell an Bedeutung gewinnt.
Bei der Ausstattung bleibt Sunlight auf dem bekannten X-Niveau. Das OpenView-Panoramafenster bringt viel Licht in den Innenraum, die Ambientebeleuchtung sorgt abends für eine angenehmere Atmosphäre. Im Heck ergänzt ein umlaufendes Regal den Stauraum. Insgesamt wirkt der Ausbau aufgeräumt und praxisnah, ohne sich in Design-Spielereien zu verlieren.
Technisch gibt es keine Überraschungen. Basis ist weiterhin der Fiat Ducato, kombiniert mit einem Grundriss, der konsequent auf Flexibilität ausgelegt ist. Sunlight setzt hier weniger auf einzelne Highlights als auf ein stimmiges Gesamtkonzept. Gerade für Nutzer mit regelmäßig sperrigem Gepäck dürfte genau das den Unterschied machen.
Beim Preis bleibt der 602 X im erwartbaren Rahmen. 59.999 Euro ruft Sunlight zum Einstieg auf. Damit bewegt sich das Modell trotz umfangreicher X-Ausstattung im Bereich klassischer Serien-Kastenwagen. Der Mehrwert entsteht weniger durch einzelne Features als durch die Art, wie der Raum genutzt wird.
Wer sich nach Alternativen umsieht, findet Modelle mit klar unterschiedlicher Ausrichtung: Der Karmann Dexter 555 denkt stärker in Richtung Familie, der Forster Vantasy bleibt preislich aggressiv, und der Kompanja Zwei L drei geht den individuellen Ausbauweg. Der Cliff 602 X positioniert sich genau dazwischen – als Werkzeug für aktive Reisen, nicht als rollendes Ferienhaus.
Parallel entwickelt Sunlight auch den Cliff 540V Vanlife weiter. Das Modell zielt stärker auf Langzeitreisende und Workation-Setups – mit großem Schlafdach, fester Treppe, viel Wohnraum und abgetrenntem Fahrerhaus eher Mini-Apartment als klassischer Camper. Aus der Community kam allerdings schnell Feedback: Der Einzelsitz vorne ist zu wenig.
Jetzt gibt’s optional eine Doppelsitzbank im Fahrerhaus. Bedeutet: ein dritter Sitzplatz oder einfach mehr Flexibilität für Hund, Gepäck oder spontane Einkäufe. Keine große Revolution, aber ein sinnvoller Schritt im Alltag – und ein Hinweis darauf, dass Sunlight Feedback aufnimmt.
Alternativ lohnt sich der Blick zum Schwestermodell von Carado, das technisch ähnlich unterwegs ist, aber nüchterner auftritt. Und wer Flexibilität stärker in Richtung Ausbau und Charakter interpretiert, findet im Westfalia Columbus Liner eine eigenständigere, wenn auch preislich deutlich andere Lösung.
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