Corigon schärft sein Programm: Neue Grundrisse, Dieselheizung und Hubbett
Zum neuen Modelljahr erhalten Pure, Slim und Advanced zahlreiche Verbesserungen für Alltag
Corigon schärft seine Reisemobile fürs neue Modelljahr nach. Große Umbauten gibt es nicht, dafür aber mehr Serienausstattung, eine neue Dieselheizung und einige sinnvolle Detailverbesserungen – vor allem bei der Pure-Baureihe.
Ihre Premiere feiern die neuen Modelle auf dem Caravan Salon in Düsseldorf. Dort zeigt Corigon die überarbeiteten Teilintegrierten erstmals offiziell, während mit dem Etrusco CV 640 PB+ und dem Carado CV595 X-Edition zwei weitere Premieren aus dem Erwin-Hymer-Konzern dazukommen.
Bildergalerie: Corigon Teilintegriert Pure (2026)
Die spannendste Neuerung ist die optionale Dieselheizung. Corigon bietet sie erstmals für Fiat-basierte Wohnmobile an. Das dürfte vor allem Camper interessieren, die häufiger in der Übergangszeit oder bei kühleren Temperaturen unterwegs sind und nicht dauerhaft vom Gasvorrat abhängig sein wollen.
Gerade bei Pure bleibt es nicht nur bei Feinschliff. Neben der überarbeiteten T-Haube, die die Front sichtbar modernisiert, wird auch die Travel+-Ausstattung neu sortiert. Sie bündelt unter anderem Rahmenfenster, einen isolierten Abwassertank sowie Vorbereitungen für Solaranlage, TV und Dachklimaanlage.
Dazu kommt die Erweiterung um zwei neue Grundrisse: den T 75 LS und den T 75 LQ. Damit bietet Corigon die günstigeren Teilintegrierten künftig auch in 7,40 Meter Länge an, beim LQ sogar mit Queensbett. Bisher war das Angebot mit T 70 S und T 70 LS deutlich kompakter aufgestellt.
Wichtiger für viele Käufer dürfte aber sein, was künftig schon ab Werk an Bord ist: Zahlreiche Fiat-Assistenzsysteme und ein Multimedia-Paket inklusive Rückfahrkamera gehören jetzt zur Serie. Der Einstiegspreis bleibt bei 61.499 Euro.
Die Advanced-Modelle bleiben die gehobenere Fiat-Ducato-Variante. Neu sind vor allem Designapplikationen im Innenraum sowie ein serienmäßiges Multimedia-Paket mit den üblichen Fiat-Assistenzsystemen. So bekommt die Baureihe etwas mehr Ausstattung, ohne den grundsätzlichen Charakter zu verändern.
Auch die Slim-Baureihe auf Ford-Basis wird gezielt weiterentwickelt. Mit dem TS 70 S und dem TS 70 LS hält Corigon an den etablierten Grundrissen fest, ergänzt das Konzept aber um ein paar sinnvolle Komfort- und Praxisdetails. Genau das passt zur Ausrichtung der Baureihe: schmaler als klassische Teilintegrierte, aber nicht so kompromissbereit wie ein Van.
Neu ist vor allem das optionale Hubbett, das beide Modelle künftig noch alltagstauglicher machen soll. Vor allem für Paare mit gelegentlichem Besuch oder für kleine Familien ergibt das mehr Spielraum, ohne den Grundriss gleich aufzublähen. Beim TS 70 S kommt außerdem ein größerer Kühlschrank mit 135 Litern dazu, was auf längeren Reisen schlicht angenehmer ist als die üblichen Kleinstlösungen.
Bildergalerie: Corigon Teilintegriert Slim (2026)
Beim TS 70 LS zeigt sich in der Praxis, warum die Slim-Baureihe für viele Camper interessant bleibt. In unserem Test durch Nordspanien überzeugte der schmale Teilintegrierte auf kurvigen Landstraßen mit ordentlicher Handlichkeit und genug Wohnlichkeit auch für längere Touren. Mit 2,14 Meter Breite wirkt er im Alltag spürbar entspannter als viele klassische Konkurrenten.
Zur Serie gehören weiterhin das 12-Zoll-Multifunktionsdisplay mit SYNC 4, Apple CarPlay und Android Auto sowie ein Tempomat. Dazu kommen die üblichen Assistenzsysteme von Ford, die den Slim im Alltag modern und unkompliziert halten. Das Paket ist damit nicht spektakulär, aber in dieser Klasse ziemlich vernünftig geschnürt.
Der Preis startet bei 59.499 Euro. Damit bleibt der Slim im Corigon-Programm ein vergleichsweise zugänglicher Einstieg für alle, die ein kompaktes Reisemobil mit etwas mehr Wohnkomfort als im Campervan suchen.
Parallel zeigen auch andere Hersteller, dass das Segment in Bewegung ist: Notin versucht mit dem neuen Envol den Einstieg in die Premiumklasse günstiger zu machen, während LMC den Tracer mit mehr Komfort und neuer Ausstattung schärft. Corigon geht dabei den nüchterneren Weg. Nicht größer denken, sondern vernünftiger ausstatten.
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