Mittlerweile kostet er in Deutschland 29.490 Euro. Und das ohne Rückbank, um als Nutzfahrzeug eingestuft zu werden. Trotzdem hat der Suzuki Jimny viele Fans. Doch im Sommer 2024 wird der 3,65 Meter kurze Geländewagen hierzulande aus dem Programm genommen. In Italien wiederum tritt der Jimny nun in den Staatsdienst ein, wie unser Kollege Alessandro zu berichten weiß. 


Wenn es hart auf hart kommt, braucht man echte Offroader. Genau wie der Suzuki Jimny, der in einer Welt voller SUVs und Crossover, die für den urbanen Einsatz gedacht sind, eine echte Ansage ist.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Carabinieri Foresteri den kleinen japanischen Geländewagen für ihre Arbeit im Maiella-Nationalpark in den Abruzzen ausgewählt haben. Vier Fahrzeuge, die zur Überwachung und für Erste-Hilfe-Maßnahmen zum Schutz eines 75.000 Hektar großen Gebietes mit 39 Gemeinden eingesetzt werden sollen.

Bildergalerie: Suzuki Jimny für die Carabinieri Forestali (2024)

Mit dem Jimny hatte die japanische Marke bereits das Vertrauen der italienischen Armee und der Polizeikräfte im Einsatz gewonnen. Es gibt bereits rund hundert Exemplare "in Uniform" auf den Straßen, aber der kleine Japaner wurde noch nicht für den Waldschutz eingesetzt.

Wie auf den Bildern zu sehen ist, unterscheidet sich die Lackierung nicht wesentlich von der traditionellen Carabinieri-Lackierung, abgesehen von dem Logo mit der Angabe "Comando Unità Forestali Ambientali e agroalimentari Carabinieri".

Der Suzuki Jimny der Carabinieri Foresteri, das Logo im Detail

Der Suzuki Jimny der Carabinieri Foresteri, das Logo im Detail

Das Auto hingegen ist der Jimny, den wir alle kennen, jetzt nur noch als N1 'PRO' LKW homologiert (hier unser Test) mit einem 1,5-Liter-Benziner mit 102 PS, Allgrip-Allradantrieb und vom Händler Totani aus L'Aquila für die technischen Bedürfnisse des Forstkommandos ausgestattet, einschließlich Beleuchtung, Blinklicht und Schutzvorrichtungen.

Der Suzuki Jimny der Carabinieri Förster (2024)

Aufgrund ihrer besonderen Verwendung zum Schutz eines Nationalparks wurde der Kauf der Fahrzeuge vom italienischen Ministerium für Umwelt und Energiesicherheit finanziert. Suzuki erhielt den Zuschlag aufgrund der Geländetauglichkeit des Fahrzeugs und seiner Größe, die für den Einsatz in einem Gebiet mit sehr schmalen und undurchlässigen unbefestigten Straßen eindeutig zweckmäßig ist.

Kein Fiat Panda 4x4, wie es bei der national orientierten Riegierung Meloni nahe liegen würde? Nun, dieses Modell gibt es schlichtweg nicht mehr im Angebot. Auch deshalb wohl Jimny.

Der Suzuki Jimny der Carabinieri Foresters, das Cockpit

An der feierlichen Übergabe, die in der stimmungsvollen Umgebung der Abbazia del Santo Spirito al Morrone stattfand, nahm der Präsident und CEO von Suzuki Italia, Massimo Nalli, teil, der sich wie folgt äußerte:

"Suzuki ist ein multinationales Unternehmen, aber in Italien gelten wir als kleine Marke. 97 von 100 Italienern fahren keinen Suzuki. Wir stellen 40.000 Autos pro Jahr her. Aber diese 40.000 Jimny leisten so viel, weil sie das, was wir, wie viele andere Autohersteller auch, immer mit Worten propagieren, in die Praxis umsetzen: Markenwerte."

Massimo Nalli übergibt die Schlüssel des Suzuki Jimny an die Carabinieri Forestali

Massimo Nalli übergibt die Schlüssel des Suzuki Jimny an die Carabinieri Forestali

Die lokale Nummer eins des japanischen Herstellers scherzte auch über die Einzigartigkeit des Suzuki Jimny: "Wir freuen uns, dass unsere Konkurrenten den falschen Weg gehen, indem sie auf Konstruktionen verzichten, die in bestimmten Situationen nützlich sind. Wir haben Hybridtechnologie, wir werden Elektrotechnologie haben und wir haben echte Offroad-Technologie!"

Bildergalerie: Suzuki Jimny für die Carabinieri Forestali (2024)