Der nächste Continental GT und Flying Spur könnten auf eine Audi-Porsche-Elektroplattform wechseln.

Wenn Sie in den letzten Monaten nicht gerade in einem Bunker gelebt haben, wissen Sie, dass der Volkswagen-Konzern angeblich die Dinge unter seinem riesigen Dach neu ordnen will. Gerüchten zufolge wird Rimac Bugatti kaufen, während über das Schicksal der Marken Lamborghini und Ducati im nächsten Monat entschieden werden könnte.

Die Worte "Technologiepartnerschaften" und "Umstrukturierung" sind in einem Reuters-Bericht aufgetaucht, und jetzt hören wir, dass es bei Volkswagen noch eine weitere große Veränderung geben könnte.

Laut der Zeitschrift Automobilwoche, einer Schwesterpublikation der Automotive News Europe, wird Audi bereits im nächsten Jahr die Kontrolle über die Marke Bentley übernehmen. Quellen, die der Sache nahe stehen, sagen, dass die in Ingolstadt ansässige Marke ab 2021 die technologischen und finanziellen Aktivitäten der Briten beaufsichtigen soll.

Die Rolle von Audi innerhalb des VW-Konzerns wurde bereits gestärkt, wenn man bedenkt, dass die Vier Ringe nun die Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen des Automobilkonzerns leiten.

Bildergalerie: Bentley Flying Spur V8 (2020)

Nach einem Turnaround-Plan und rekordverdächtigen Verkäufen kehrte die britische Luxusmarke 2019 mit einem Gewinn von 65 Millionen Euro in die Gewinnzone zurück. Allerdings sieht dieses Jahr aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus auf die Automobilindustrie nicht besonders gut aus. Der Brexit ist auch ein beunruhigender Faktor, da Bentleys CEO Adrian Hallmark vor einem No-Deal warnte, in dessen Folge die Gewinne um ein Viertel sinken könnten.

In dem Bericht der Automobilwoche heißt es weiter, dass der Continental GT der nächsten Generation und sein Ableger, die Flying Spur Limousine, auf der Premium Platform Electric (PPE) basieren könnten, die derzeit von Audi und Porsche gemeinsam entwickelt wird. Interessanterweise sollen zukünftige Bentley-Modelle "weniger Bling" haben, um "nachhaltigen Luxus" zu fördern und gleichzeitig sicherzustellen, dass sie sich optisch genug von den mechanisch verwandten Audis unterscheiden.