Dieser leckere neue Ford Escort MK1 RS kostet 340.000 Euro
Der von Boreham neuaufgebaute Hundeknochen kommt mit 330 PS auf nur 895 Kilo
Wer an den Ford Escort der ersten Generation denkt, hat unweigerlich fliegenden Schotter, dicke Backen und den Sound kreischender Vierzylinder im Kopf. Die britische Firma Boreham Motorworks holt genau dieses Gefühl jetzt zurück in die Gegenwart – und zwar als komplett neu aufgebautes Fahrzeug.
Die Briten nennen diese Vorgehensweise "Continumod", also ein Wortspiel aus Continuation (Fortsetzung) und Modifikation. Der neue Escort Mk1 RS kommt sogar mit offiziellem Segen von Ford. Die Herangehensweise ist 'ne echte Ansage: Wenig Gewicht, viel Drehzahl und reiner Hinterradantrieb. Auf dem Papier stehen exakt 895 Kilogramm Trockengewicht. Erreicht wird dieser Wert durch eine eigens angefertigte Stahlkarosserie, die gezielt durch leichte Hauben und Deckel aus Carbon ergänzt wird.
Bildergalerie: Ford Escort MK1 RS (2026): Boreham Motorworks
Unter der Kohlefaser-Haube haben Kunden die Wahl zwischen zwei völlig unterschiedlichen Vierzylindern. Den Einstieg macht ein 1,8-Liter-Twin-Cam-Motor mit 136 kW (185 PS) und 180 Nm Drehmoment, der seine Kraft über ein klassisches Viergang-Getriebe weiterreicht und bei 8.500 Umdrehungen pro Minute in den Begrenzer rennt.
Wer das volle Programm will, greift zum neuentwickelten "TEN-K"-Aggregat. Der 2,2-Liter-Saugmotor leistet ordentliche 243 kW (330 PS) sowie 210 Nm. Macht nette 2,7 Kilo pro PS! Der Name des Motors ist dabei wörtlich zu nehmen, denn der Begrenzer meldet erst bei 10.000 Umdrehungen bedenken an. Der Motorblock selbst bringt dank 3D-Druck-Gussverfahren und Trockensumpfschmierung nur 85 Kilogramm auf die Waage. Die Kraftübertragung übernimmt hier ein Fünfgang-Schaltgetriebe, bei dem der erste Gang im H-Schema unten links liegt.
Boreham gönnt dem Escort komplett neues Fahrwerk
Obwohl die Optik stark an die berühmten Rennwagen von Alan Mann Racing aus dem Jahr 1968 erinnert, steckt unter dem Blech moderne Technik. Die Vorderachse setzt weiterhin auf MacPherson-Federbeine, allerdings an einem völlig neuen Hilfsrahmen, der den Radstand um 30 Millimeter verlängert.
Ford Escort MK1 RS (2026): Boreham Motorworks
Ford Escort MK1 RS (2026): Boreham Motorworks
Hinten verbaut Boreham eine maßgeschneiderte Starrachse aus Aluminium und Titan. Das spart im Vergleich zu den historischen Renn-Escorts satte 50 Prozent – oder 40 Kilogramm – an ungefederten Massen ein. Ein Sperrdifferenzial sorgt für die nötige Traktion.
Den Kontakt zur Straße stellen 15-Zoll-Felgen mit Yokohama-Gummis im Format 205/50 vorne und 225/50 hinten her. Dahinter packen an der Vorderachse Vier-Kolben-Sättel auf 300-Millimeter-Scheiben zu, hinten reichen zwei Kolben und 260-Millimeter-Scheiben. Für die artgerechte Bedienung auf Schotter oder Schnee gibt es zudem eine klassische, seilzuggesteuerte Handbremse.
Die Kabine ist radikal auf das Nötigste reduziert, bietet aber versteckte Alltags-Features. Eine Struktur aus Carbon fasst die analogen Instrumente ein, auf Wunsch gibt es spezielle Rallye-Chronographen des Uhrenherstellers Breitling auf der Mittelkonsole.
Ford Escort MK1 RS (2026): Boreham Motorworks
Ford Escort MK1 RS (2026): Boreham Motorworks
Sitze, Lenkrad und der Überrollkäfig werden millimetergenau an den jeweiligen Käufer angepasst. LED-Lichttechnik rundum inszeniert die klassische Hundeknochen-Optik im modernen Gewand, eine elektrische Heizung und ein dezentes Radio machen den Escort auch abseits der Rennstrecke nutzbar.
Boreham Motorworks baut weltweit exakt 150 Exemplare des Escort Mk1 RS, wahlweise als Links- oder Rechtslenker. Der Basispreis in Europa liegt bei 295.000 Britischen Pfund – was aktuell satten 345.000 Euro entspricht. Steuern und Sonderwünsche kommen selbstverständlich noch oben drauf. Seine Publikumspremiere feiert der Escort Mk1 RS auf dem London Concours 2026
Quelle: Boreham
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