Bentley hat „keine Absicht“, sein erstes Elektroauto zum Verbrenner zu machen
Das „Urban SUV“ wird noch vor Ende des Jahres auf den Markt kommen und es wird komplett elektrisch bleiben
Trotz anhaltender Unsicherheiten treibt Bentley sein erstes vollelektrisches Fahrzeug konsequent voran. Der Luxusautohersteller beschreibt den Neuling als „Urban SUV“. Das elektrische Crossover-Modell soll bis Ende des Jahres vorgestellt werden – und anders als bei einigen Wettbewerbern wird es nicht nachträglich so umkonstruiert, dass auch ein Verbrennungsmotor hineinpasst.
Im Gespräch mit Journalisten bei einer kürzlich abgehaltenen Gesprächsrunde erklärte Bentley-CEO Frank-Steffen Walliser, er sei von der Ausrichtung des ersten BEV der Marke überzeugt. Er bestätigte, dass das Unternehmen „nicht die Absicht“ habe, dem kommenden Elektro-SUV eine Verbrenner-Variante – weder als Range Extender noch als Plug-in-Hybrid – zur Seite zu stellen. Das Modell sei darauf ausgelegt, eine neue Kundengruppe anzusprechen und zugleich das bestehende Bentley-Programm mit Verbrennungsmotoren zu ergänzen.
„Wir zielen auf neue Kunden ab – zusätzlich zu unserem bisherigen Geschäft“, sagte Walliser. „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir ein sehr interessantes Angebot haben, und wir haben nicht die Absicht, einen Verbrennungsmotor oder einen Plug-in-Hybridantrieb zu ergänzen. Erstens ist das technisch nicht umsetzbar, und zweitens ist es nicht Teil unserer Strategie.“
Bentley „Urban SUV“-Rendering von Motor1
Walliser bestätigte außerdem, dass das Fahrzeug derzeit Erprobungsfahrten absolviert und weiterhin planmäßig vor Jahresende vollständig enthüllt werden soll. Bentleys erstes Elektroauto (hier die Studie dazu) basiert auf der PPE-Elektroplattform des Volkswagen-Konzerns, die bereits Modellen wie dem Audi Q6 E-Tron und dem Porsche Macan Electric als Grundlage dient.
Konkrete Details zum Antrieb wurden bislang nicht genannt. In einem früheren Interview sagte Walliser jedoch, die Ladeperformance des SUV sei „außergewöhnlich gut“. In der Gesprächsrunde bekräftigte er, das Fahrzeug solle in der Lage sein, in rund sieben Minuten etwa 161 km Reichweite nachzuladen.
Weitere Informationen werden bis zum Jahresende erwartet, wenn Bentley sein erstes Elektroauto offiziell vorstellt.
Motor1 meint: Bentley bleibt bei seinem klaren Kurs in Richtung Elektrifizierung. Während viele andere Hersteller mittlerweile Range-Extender- oder Plug-in-Hybrid-Varianten zu vormals reinen Elektro-Baureihen hinzufügen, ist Bentley überzeugt, dass es genügend Nachfrage für sein erstes vollelektrisches Modell geben wird.
Quelle: Bentley
Auch interessant
Krieg um die richtige Bedienung: Von der Display-Invasion zur Rückkehr der Tasten
Abt Cupra Formentor VZ5 635: Fünfzylinder am Maximum
Bentley: Die Neuheiten 2026 im Überblick
Cupra Raval VZ (2026) im Test: Hot Hatch Fahrspaß zum hohen Preis
Superblack: Brabus zeigt Bentley, wo der Turbo hängt
Dieser Radical RXC ist radikal verunfallt
Das erste Elektroauto von Bentley zeigt sich als Erlkönig