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Für eine persönlichere Erfahrung

Aston Martin Vantage RS: Porsche 911-Konkurrent wird noch wilder

Dicke Spoiler deuten auf neue Hardcore-Variante hin - womöglich mit V12?

Aston Martin Vantage RS (2027) Erlkönig
Bild von: Automedia

Irgendetwas Wildes ist da im Busch. Eine neue Hardcore-Version des Aston Martin Vantage wurde rund um den Nürburgring bei Testfahrten gesichtet. Es handelt sich um die bislang extremste Ausführung des kleinsten Modells der Marke. Die ausgesprochen flügelige Variante könnte Vantage RS heißen.

Nach dem überaus gelungenen Groß-Facelift des Vantage im Jahr 2024 spendierte man dem wilden Hund vor gut einem Jahr eine schärfere S-Version mit einer Leistungssteigerung um 30 auf 680 PS und kleineren Optimierungen an Fahrwerk und Aerodynamik. So wie es aussieht, geht man jetzt noch einen gehörigen Schritt weiter. 

Aston Martin Vantage RS (2027) Erlkönig
Bild von: Automedia

Die Strategie dahinter ist klar: Astons EMEA-Präsident Andreas Bareis sagte bereits 2025, dass es zwar nicht darum ginge, dem 911 mit seinen knapp 30 verschiedenen Varianten nachzueifern. Allerdings mache es Sinn, die eigenen Modellreihen zu diversifizieren, um der Kundschaft häufiger als zuletzt neue Modellalternativen anbieten zu können.

Dazu passt die erste Sichtung des kompromissloseren Vantage in seriennaher Form. Deutlichstes Anzeichen für mehr Rambazamba ist der große Heckflügel, der für ein Serienfahrzeug jedoch noch arg grob daherkommt. Zwar kommt hier Carbon zum Einsatz, doch die sichtbaren Verschraubungen des Flügels sind wenig ansehnlich. Zudem ähnelt seine Form stark jener des Vantage GT4 der vorherigen Generation und wirkt deutlich weniger ausgearbeitet als die Aerodynamik-Komponenten des aktuellen Rennwagens aus Gaydon.

All das deutet darauf hin, dass dieser Heckflügel noch ein Entwicklungsbauteil ist. Für die Serienversion erwarten wir eine elegantere Lösung. Weitere Merkmale, die auf die bisher aggressivste Variante des Vantage hinweisen, sind ein Frontsplitter und die mittigen Auspuffendrohre.

Im vergangenen Jahr sprach das US-Onlinemagazin CarBuzz mit Aston Martin über die Zukunftspläne für den Vantage. Zwar wollte der britische Hersteller keine konkreten Details nennen, bestätigte jedoch, dass weitere besonders sportliche Varianten geplant sind. Außerdem erklärte Aston Martin, dass sich der Biturbo-V12 aus dem Vanquish theoretisch auch im Motorraum des Vantage unterbringen ließe.

Bildergalerie: Aston Martin Vantage RS (2027) Erlkönig

Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Zwölfzylinder in einen Vantage gequetscht wird. Sehr viele Zylinder in vergleichsweise wenig Auto gab es bereits zwischen 2009 und 2017 (dort sogar mit 6-Gang-Schaltgetriebe) sowie beim Vorfacelift-Modell in einem kurzen Stint im Jahr 2022.

In diesem Fall sieht es allerdings nicht so aus. Unsere Erlkönigfotografen hätten bemerkt, wenn unter der Haube etwas anderes als ein V8 gearbeitet hätte. Daher handelt es sich bei diesem Prototypen mit großer Wahrscheinlichkeit um die erstgenannte Variante – also einen noch extremeren Vantage mit weiterentwickeltem V8-Motor, der dann aber wohl auch die 700-PS-Marke knacken müsste. Eine V12-Version dürfte, wenn überhaupt, erst gegen Ende des Modellzyklus folgen.