Der 370Z-Nachfolger soll mit einem Schaltgetriebe ausgestattet werden

29. Oktober 2008 - zu diesem Zeitpunkt enthüllte Nissan den 370Z, einen Sportwagen, den man fast 12 Jahre später immer noch weitgehend unverändert kaufen kann. Ein Ersatz ist längst überfällig, und während im September 2018 die nächste Generation angekündigt wurde, sind die Details des hinterradgetriebenen Sportcoupés noch immer geheimnisumwittert. Jetzt versucht eine der zuverlässigsten Quellen, das britische Magazin Autocar, etwas mehr Licht darauf zu werfen, wie Nissan den 370Z transformieren wird, um mit der Zeit Schritt zu halten.

Der neue Sportwagen von Nissan, der vermutlich den Namen 400Z trägt, soll den Berichten zufolge den 3,0-Liter-V6 mit Biturbo-Aufladung vom Infiniti Q60 bekommen. Dieser sorgt beim Premium-Coupé für 405 PS (298 Kilowatt) Leistung und ein Drehmoment von 475 Newtonmeter. Damit schafft der Q60 mit Heckantrieb den Sprint von 0 auf 100 km/h in 5,0 Sekunden. Während der Q60 ausschließlich mit einem Siebengang-Automatikgetriebe ausgestattet ist, soll das neue Z-Auto ein Schaltgetriebe bieten, um die Puristen glücklich zu machen. Eine Zwei-Pedal-Version soll ebenfalls geplant sein, um beiden Welten zu gefallen.

Auch wenn er exakt den gleichen Motor wie der Infiniti haben wird, soll der nächste Z-Sportwagen deutlich schneller sein, wenn man bedenkt, dass er viel kleiner und damit leichter sein wird. Im weiteren Verlauf dürfte Nismo den 400Z in die Hände bekommen, um noch mehr Leistung zu erzielen und gleichzeitig an Aufhängung, Fahrwerk und Bremsen zu feilen, um ein Hardcore-Derivat zu schaffen. Hier könnte das 2018 gezeigte Infiniti Project Black S auf Basis des Q60 die Blaupause liefern. Mittels zusätzlicher Elektromotoren sind hier 571 PS möglich.

Autocar geht davon aus, dass die offizielle Premiere innerhalb der nächsten 12 Monate stattfinden wird, obwohl das Debüt angesichts des Coronavirus-Ausbruchs zurückgestellt werden könnte. Der 400Z könnte zu den ersten Autos gehören, die das neue Firmenemblem von Nissan tragen, das vor kurzem neben einem aktualisierten Z-Logo als Warenzeichen eingetragen wurde. Die Abzeichen könnten zwar neu sein, doch soll das Design an seinen Vorfahren, den Datsun 240Z, angelehnt sein. Im Inneren erwartet Sie eine völlig neu gestaltetes Cockpit mit besseren Materialien und den neuesten Technologien.

Wenn man bedenkt, dass auch Nissan heutzutage aufs Geld schauen muss, würde es nicht viel Sinn machen, eine maßgeschneiderte Plattform von Grund auf für ein relativ kleinvolumiges Modell zu entwickeln. Vielleicht wäre es eine kluge Entscheidung, die RWD-basierte Architektur, die dem bereits erwähnten Infiniti Q60 zugrunde liegt, anzupassen, der auch mit optionalem AWD angeboten wird.

Der 370Z ist nicht der einzige Sportwagen von Nissan, der dringend eines Ersatzes bedarf, da wir dasselbe über den GT-R sagen können, wenn man bedenkt, dass der R35 tatsächlich noch älter ist als der Z. Auch Godzilla soll auf eine neue Generation umgestellt werden, was aber aufgrund einer kürzlichen Erklärung von Nissans "Chief Product Specialist" Hiroshi Tamura in nächster Zeit nicht geschehen wird.