Mit dem Modellwechsel ändern sich Optik und Motoren

Wenn es ein ikonisches Auto gibt, eine Säule des Nissan-Modellprogramms, dann ist es zumindest in Europa der Qashqai, ein Crossover-SUV, das hier seit einigen Jahren den Großteil der Verkäufe ausmacht.

Seit 2013 ist der aktuelle Qashqai auf dem Markt, es wird also langsam Zeit für den Nachfolger. Eigentlich sollte 2020 das Jahr des Debüts sein (wenn das Coronavirus es zulässt). Ein Debüt, dem wir bei Motor1.com mit einer exklusiven Darstellung vorgreifen wollten.

Einflüsse vom Juke und einer Studie

Unsere grafische Rekonstruktion des neuen Nissan Qashqai ist stark inspiriert vom IMQ-Konzept von 2019, aber auch von den wenigen Erlkönigfotos, die wir bislang gesehen haben. Sie weisen darauf hin, dass das Design massiver wird, während die derzeitige Länge von etwa 4,40 Metern beibehalten wird. Auffallend ist die vertikal ausgeprägte Front und ein Vier-Leuchten-Gesicht nach Art des jüngst erneuerten Nissan Juke.

Bildergalerie: Neuer Nissan Qashqai (2020) im Rendering

Erwarten wir also, dass die Hauptscheinwerfer künftig weiter unten platziert sind und höher und näher an der Motorhaube, die Blinker und das Tagfahrlicht sitzen.

Größere Bildschirme

Im Moment ist der Innenraum des neuen Qashqai noch ein Rätsel, aber anhand der Erlkönigfotos des neuen Nissan Rogue, wie der X-Trail in Amerika heißt, kann eine erste Hypothese aufgestellt werden.

Nuova Nissan Rogue, le foto spia

Wie erwartet, passen sich Cockpit und Armaturenbrett mit einem großen zentralen Touchscreen und digitalen Instrumenten an neue Trends an. Alle Bedienelemente der Klimaanlage befinden sich dagegen tiefer als heute.

Erweiterte modulare Plattform

Nach den derzeit verfügbaren Informationen wird die Basis des "Nissan Qashqai 3" eine weiterentwickelte Version der modularen Plattform CMF-C/D des bisherigen Qashqai, auf der Renault Kadjar, Nissan X-Trail, Renault Megane, Talisman, Espace und Koleos stehen.

Nuova Nissan Qashqai 2020, il rendering

Die neue elektrische Plattform wird stattdessen dem nächsten emissionsfreien SUV gewidmet sein, den die Studie Nissan Ariya vorweggenommen hat. Ein vollelektrischer Qashqai ist daher für die nähere Zukunft ausgeschlossen.

Plug-in-Hybrid im Stil des Mitsubishi Outlander

Auch für den neuen Nissan Qashqai ist von einem Abschied von den Dieselmotoren die Rede, während die Benziner höchstwahrscheinlich zu Mildhybriden mit 48-Volt-Technik werden. Im Gespräch sind zudem zwei Plug-in-Hybride.

Mitsubishi Outlander PHEV, ecco prezzi e allestimenti

Denkbar ist zudem ein vom Mitsubishi Outlander PHEV abgeleiteter Plug-in-Hybrid, der derzeit der bekannteste und meistverkaufte der Plug-in-Hybriden der Renault Nissan Mitsubishi-Allianz ist.  

Techniklieferant könnte aber auch der im Sommer 2020 startende Renault Mégane Grandtour E-TECH sein. Hier kombiniert das System einen 1,6-Liter-Benzinmotor mit zwei Elektromotoren und einer Lithium-Ionen-Batterie mit 9,8 kWh Kapazität. Die elektrische Reichweite beträgt im Mix aus Stadt- und Überlandfahrten 50 Kilometer und ermöglicht Fahrgeschwindigkeiten bis 135 km/h.