Oder: Wie man den Bestseller Qashqai mit ein bisschen Juke-Wahnsinn pimpen könnte

Das hier ist der Nissan IMQ und falls Sie sich denken: "Hm, noch ein unrealistisches Concept Car mit einem sehr kryptischen Namen", dann liegen Sie dieses mal nicht so richtig. IM steht bei Nissan für Intelligent Mobility. Und das Q? Naja, welches sehr beliebte Nissan-Gefährt fängt mit Q an? Na gut, das hier ist nicht der neue Qashqai, aber er verrät uns schon ein bisschen, wo die Reise bei einem künftigen Qashqai (oder Juke oder X-Trail) hingehen könnte.

Für den Antrieb sorgt die nächste Generation von Nissans e-Power-System. Hier mit einem Elektroantrieb, der 340 PS und 700 Nm Drehmoment an alle vier Räder schickt. Dazu kommt ein 1,5-Liter-Turbobenziner, der lediglich dafür da ist, die Batterien zu laden.

Ein weiterentwickelter Prototyp von Nissans Fahrassistenzsystem ProPilot soll verbesserte autonome Eigenschaften aufweisen. Außerdem gibt es eine neue Technik namens I2V ("Invisible-to-Visible"): Es handelt sich dabei um eine 3D-Schnittstelle, die die reale mit der virtuellen Welt verbinden und den Insassen Dinge zeigen soll, die normalerweise nicht sichtbar sind: Gründe für Staus, alternative Routen für ein entspanntes Reisen oder was hinter der nächsten Kurve liegt. "Wer alleine unterwegs ist, freut sich womöglich sogar über die Gesellschaft eines virtuellen Mitfahrers in Form eines dreidimensionalen Avatars", sagt Nissan. Ähm ... ja, zumindest solange der nicht anfängt, sich über den eigenen Fahrstil aufzuregen.
Mit einer Länge von 4,56 Meter zielt Nissans IMQ Concept ins SUV-C-Segment. Mit den riesigen 22-Zöllern und dem kantigeren, aggressiveren Design, will man zeigen, dass man künftig vorhat, selbstbewusster und optisch japanischer aufzutreten. Das alles wirkt fast schon Lexus-esque. 

Im Innenraum geht es dagegen etwas ruhiger zu. Allerdings nicht minder spektakulär. Die vier Sitze scheinen zu schweben, zwischen ihnen zieht sich eine luftige, ebenfalls schwebende Mittelkonsole von ganz vorne nach ganz hinten. Das Armaturenbrett besteht fast vollständig aus einem 33 Zoll großen Bildschirm. Ein zweiter, kleinerer Bildschirm oberhalb der Mittelkonsole beherbergt den virtuellen persönlichen Assistenten des IMQ. Er übernimmt Funktionen wie die Navigation.

Auch viele weitere Dinge wie das knopflose Lenkrad, das Armaturenbrett ohne Lüftungsdüsen oder die gegenläufig öffnenden Türen zeigen, dass das hier noch ziemlich weit in Richtung Showcar geht. Es wird spannend sein zu beobachten, wie viel davon Nissan in die Serie bringt. 

Bildergalerie: Nissan IMQ Concept auf dem Genfer Autosalon 2019