Sind die Unterschiede wirklich so groß?

Der 2012 eingeführte Peugeot 208 wird 2019 endgültig erneuert. Die Baureihe ist entscheidend für die Marke und muss ordentlich aufgefrischt werden, um im Rennen zu bleiben. Und so startet Peugeot im Herbst diesen Jahres die zweite Generation, die, wie wir sehen werden, mit der ausgehenden Generation kaum noch etwas zu tun hat. Die Löwenmarke hat das Design des Kleinwagens gründlich umgekrempelt. So soll sich der neue 208 abheben und Marktanteile von der Konkurrenz gewinnen. Diese offensive Strategie funktionierte für Peugeot bereits in den letzten Jahren so gut, so dass die Marke weitere Mitarbeiter einstellen musste, um die Nachfrage nach dem 3008 zu befriedigen.

Lassen Sie uns also beiden Generationen des Peugeot 208 miteinander vergleichen. Mit den Pfeilen auf den Bildern können sie jeweils ein Foto nach links oder rechts ziehen, um die Unterschiede genauer zu betrachten.

Konsequent moderne Frontpartie

Peugeot 208 (2015)
Peugeot 208 (2019)

Das Gesicht des 208 hat in der Neuauflage deutlich dazugewonnen. Die Haube steht nun waagerechter, und seine LED-Tagfahrlichter zitieren die "Säbelzähne" des Peugeot 508. Es gibt ein riesiges Gitter mit dem Peugeot-Logo in der Mitte. Der vordere Stoßfänger ist ebenfalls vom 508 inspiriert, verzichtet aber auf seitliche Lufteinlässe. Im Profil hat der künftige Peugeot 208 eine höhere, muskulösere Schulterlinie, was ihm einen sportlicheren Look verleiht. Außerdem erhält er schwarz umrahmte Radkästen, die jenen Bereich breiter wirken lassen. Insgesamt wirkt der 208 jetzt harmonischer als sein Vorgänger.

Ohne Frage ist den Peugeot-Designern ein Hingucker geglückt. Mit seiner Optik dürfte der neue 208 viele Fans anlocken, denen der neue Renault Clio oder der aktuelle VW Polo zu brav erscheint. Gut gebrüllt, Löwe!

Peugeot 208 (2015)
Peugeot 208 (2019)

Dieser Rücken kann entzücken

Wie die Frontpartie überrascht auch das Heck des neue 208 positiv. Im Vergleich zur vorherigen Generation wirkt der Hintern sportlicher. Noch offen bleibt die Frage nach der Sicht nach hinten. Außer der Basis tragen künftig alle 208 einen Dachspoiler. Der 208 hat nun, wie der Peugeot 3008, am Heck eine schwarze Maske, in der sich die LED-Lichtsignatur mit den drei Lichtbalken befindet. Diese Signatur gab es schon beim alten 208, doch nun erinnert sie noch deutlicher an die historischen Modelle der Marke.

Peugeot 208 (2015)
Peugeot 208 (2019)

Wer sich das obige Bild ansieht, wird feststellen, dass sich die Form der hinteren Seitenfenster und der C-Säule am bisherigen 208 orientiert. Auffällig ist der Blechfalz auf Höhe der Rückleuchten, er erinnert leicht an den Seat Ibiza. Unübersehbar: Das Kennzeichen wandert nach unten in den Stoßfänger.

Willkommen an Bord

Peugeot 208 (2015)
Peugeot 208 (2019)

Im Fahrgastraum hat Peugeot beim 208 keine halben Sachen gemacht. Wie beim Äußeren ließ sich der Hersteller von den Modellen 3008 und 508 inspirieren. Das i-Cockpit (oben Instrumente, unten Lenkrad) kommt in einer modernisierten Version. Jetzt ist das Cockpit zu 100 Prozent digital, der zentrale Bildschirm wurde angehoben sowie die Mittelkonsole und das Armaturenbrett komplett neu gestaltet. Dieses Interieur erinnert sehr an die 508-Reihe. Eine gute Nachricht, denn das Innere der französischen Limousine hat das Publikum verführt! Insgesamt sieht dieser Teil des Autos qualitativ hochwertiger (was in der Realität noch zu überprüfen sein wird) und durchdachter als beim Vorgänger aus. Im direkten Vergleich sieht man, dass der neue 208 über eine elektrische Handbremse verfügt und dass der untere Teil der Mittelkonsole angehoben wurde. Interessant bleibt die Frage, wie es wohl in der Basisversion zugeht.

Wie man sieht, spricht im ersten Vergleich vieles für den neuen 208. Allerdings war das bisherige Modell beileibe kein schlechtes Auto. Wer also nicht unbedingt die allerneuesten Trends braucht oder nicht lange warten will, kann auf Rabatte für den auslaufenden 208 spekulieren. Gleiches für Freunde des Dreitürers, denn den kommenden Peugeot 208 wird es nur noch fünftürig geben.

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