Das Performance-SUV mit Golf-R-Organen debütiert auf dem Genfer Autosalon

Der Siegeszug der SUVs für die Rennstrecke ist unaufhaltsam. Ob irgendwer ein hohes Auto braucht, das durch sehr viel Entwicklungsaufwand fährt wie ein Sportwagen, sei mal dahin gestellt. Aber offenbar verlangen sehr viele Menschen danach. Der Volkswagen-Konzern bedient diese Menschen bereits mit einem sehr reichhaltigen Angebot: Audi SQ2, Cupra Ateca oder Skoda Kodiaq RS liefern bereits ein rasendes Gesamtpaket. Jetzt greift auch die Kernmarke selbst ins Geschehen ein. Auf dem Genfer Autosalon 2019 zeigen die Wolfsburger den T-Roc R. Und mit dieser ersten Skizze geben sie uns eine Vorahnung, was vom potenten Golf-Crossover zu erwarten ist. 

Der Wahrheitsgehalt einer Designskizze hält sich in der Regel in Grenzen. Neben den völlig überdimensionierten Rädern sehen wir hier aber immerhin eine bulligere Frontschürze mit deutlich massiveren Lufteinlässen. Auch die kräftig ausgeformten Radhäuser könnten ein Hinweis darauf sein, dass der T-Roc als R etwas an Breite gewinnt. Außerdem gehen wir davon aus, dass sein sportlicher abgestimmtes Fahrwerk ihn etwas näher an den Asphalt rücken wird. Ein Bild des Hecks haben die Damen und Herren von VW leider nicht mitgeschickt, wir sind uns aber ziemlich sicher, dass hier - wie beim Technik-Bruder Golf R - vier Auspuff-Endrohre lungern.

Das bringt uns zu des Pudels Kern, denn die Golf-Basis des T-Roc vereinfacht freilich auch die Entwicklung des R-Modells. Gehen Sie also von einer Art Golf VII R auf (nicht so langen) Stelzen aus. Den Antrieb wird aller Voraussicht nach der gute alte EA888-2,0-Liter-Turbo-Benziner übernehmen. Um die 300 bis 310 PS und etwa 400 Nm Drehmoment sollten per 7-Gang-DSG an das bekannte Haldex-Allradsystem gehen. Die Option eines Sechsgang-Schaltgetriebes erscheint in einem SUV eher unwahrscheinlich. In etwas unter fünf Sekunden dürfte der feiste Crossover von 0-100 km/h sprinten. Und so ungern wir das auch sagen ... auch auf eher kurvigem Terrain wird der T-Roc R einem Golf GTI vermutlich sauber um die Ohren fahren. 

Der normale T-Roc wurde seit seiner Markteinführung im November 2017 bereits mehr als 200.000-mal abgesetzt. Gute Voraussetzungen also für den Verkaufserfolg einer Performance-Version. VW verweist auf viel Abstimmungsarbeit auf der Nordschleife. Inklusive der Expertise von Rallye-Weltmeister Petter Solberg und Werksfahrer Benjamin Leuchter. 

Nach der Genf-Premiere am 5. März sollte der T-Roc R Mitte bis Ende 2019 auf den Markt kommen. Und falls Ihnen die Nische eines Klein-SUV mit 300 PS noch zu groß ist - 2020 kommt der T-Roc auch als Cabrio

 

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