300 PS und fette Fahrleistungen haben ihren Preis

Im Oktober 2018 wurde der neue Audi SQ2 offiziell vorgestellt. Jetzt gibt es weitere Details und den Preis des Topmodells der Q2-Familie.

Herzstück des 4,21 Meter langen SQ2 ist sein Motor: Den Zweiliter-Vierzylinder mit 300 PS kennen Freunde des Volkswagen-Konzerns unter anderem aus dem VW Golf R und dem Cupra Ateca. Im SQ2 bietet er zwischen 2.000 und 5.200 Umdrehungen pro Minute konstant 400 Nm Drehmoment. Ziemlich gut sind die Fahrleistungen des selbsternannten "Sport-SUV": Der Sprint von 0 auf 100 km/h dauert 4,8 Sekunden, die Spitze ist auf 250 km/h begrenzt.

Um Füllung und Gaswechsel zu optimieren, lassen sich Ein- und Auslassnockenwelle verstellen. Auf der Auslassseite schaltet das Audi valvelift system (AVS) den Hub der Ventile je nach Bedarf in zwei Stufen um. Damit verringert es die Spülverluste im Brennraum und ermöglicht speziell im unteren Drehzahlbereich die optimale Anströmung des Turboladers mit Abgas. Gesteuert durch ein elektrisches Überdruckventil, baut der Turbolader seinen Ladedruck von maximal 1,4 bar Audi zufolge sehr dynamisch auf. Diese Motorsteuerung steigert die Effizienz und reduziert gerade im Teillastbetrieb den Verbrauch.

Die Kräfte des 2.0 TFSI überträgt eine Siebengang S tronic, die zwischen dem ersten und dem letzten Gang eine hohe Spreizung von 8,7 aufweist. Der Fahrer kann das blitzschnell schaltende Doppelkupplungsgetriebe in den automatischen Modi D oder S betreiben oder selbst steuern. Wenn das Fahrdynamiksystem Audi drive select im „efficiency“-Modus arbeitet, öffnet die Kupplung im Schubbetrieb, und der SQ2 rollt im Freilauf. Ab einer Restgeschwindigkeit von 7 km/h geht der Motor in den Start-Stopp-Betrieb über.

Wie bei jedem S-Modell von Audi ist der Allradantrieb quattro beim SQ2 Standard. Als zentraler Baustein dient eine hydraulisch betätigte Lamellenkupplung. Sie verteilt die Momente kontinuierlich zwischen den Achsen. Das S-Sportfahrwerk des Audi SQ2 legt die Karosserie um 20 Millimeter tiefer. Die Servounterstützung der serienmäßigen Progressivlenkung hat zudem eine S-spezifische Kennlinie. Ihre Zahnstange ist speziell verzahnt, sodass die Lenkungsübersetzung mit zunehmendem Lenkeinschlag direkter wird und damit für weniger Lenkwinkelbedarf sorgt.

Audi SQ2 (2018)

Und optisch? Acht aufrecht stehende Doppelstege gliedern den großen, in Oktagonform gehaltenen Singleframe-Grill, ein Frontsplitter verbindet die äußersten Kanten der beiden Lufteinlässe und unterstreicht so die bullige SQ2-Front. LED-Scheinwerfer sowie die LED-Heckleuchten mit dynamischem Blinklicht sind serienmäßig. Die Aufsatzleisten im unteren Bereich der Türen sind stark konturiert, die Gehäuse der Außenspiegel glänzen in Aluminiumoptik. Ein langer Dachkantenspoiler sorgt für ausreichend Abtrieb, der Diffusoreinsatz beinhaltet vier Abgas-Endrohre. Das Lackangebot enthält den serienmäßigen Farbton Ibisweiß sowie die Optionsfarben Arablau, Daytonagrau, Florettsilber, Gletscherweiß, Mythosschwarz, Quantumgrau und Tangorot.

Das SQ2-Interieurpaket (siehe Bild unten) beinhaltet Ausströmer mit roten Ringen, zweifarbige Leder-Feinnappa-Sitze und das Ambiente-Lichtpaket samt beleuchteter Dekorleiste. Dazu gibt es spezifische Fußmatten und eine Schlüsselblende jeweils mit SQ2-Schriftzug.

Audi SQ2 (2018)

18-Zoll-Leichtmetallräder mit Reifen im Format 235/45 sind Serie, auf Wunsch gibt es 19-Zöller mit Reifen im Format 235/40 (Serie beim SQ2-Exterieurpaket). Die groß dimensionierten Radbremsen messen 340 Millimeter Durchmesser vorne und 310 Millimeter hinten. Sie sind besonders standfest und ihre Sättel – optional rot statt schwarz lackiert – tragen S-Badges.

Günstig ist der Audi SQ2 nicht unbedingt: 44.500 Euro stehen in der Preisliste, damit liegt er rund 10.000 Euro über dem bisherigen Ober-Q2, dem Q2 40 TFSI mit 190 PS. Ein gleich starker, aber größer Cupra Ateca ist knapp 1.000 Euro günstiger.

Bildergalerie: Audi SQ2 auf dem Pariser Autosalon