Wie taggable ist das Crossover?

Von ,Eine große Idee. Kompakt gedacht" bis ,Die Kunst, voraus zu sein": Audi belegt jedes seiner Modelle mit einem Marketing-Spruch. Nur beim Q2 hat man sich offensichtlich schwer getan und schreibt schlicht ,#untaggable". Das bedeutet so etwas wie ,nicht einzuordnen", nur in modischem Twitter-Deutsch. Passt der Q2 denn wirklich in keine Schublade? Sollen wir wirklich schon wieder das abgegriffene Etikett Crossover wählen? Nein? Gut, dann sagen wir: Wir haben das neue SUV getestet.

Konkurrenz? Schwierig
Dass das ,untaggable"-Verdikt nicht ganz falsch ist, wird klar, wenn man nach Konkurrenten sucht. Von der Karosserieform her gesehen, fällt mir zuerst der Mercedes GLA ein, doch der ist über 20 Zentimeter länger als der 4,19 Meter kurze Q2. Besser passt der Mini Countryman, der aber zehn Zentimeter kürzer und fünf Zentimeter höher ist. Durch diese Proportionen wirkt der Countryman ziemlich pummelig. Der Q2 wirkt eher wie ein hochgelegter A3. Mit 1,51 Meter ist das jüngste Mitglied der Q-Familie acht Zentimeter höher als der Kompakte. Neue Konkurrenz könnte von Seat kommen, wenn 2017 das versprochene kleine Crossover-Auto startet. Auch ein Peugeot 2008, ein Renault Captur oder ein Nissan Juke kommen von Länge und Höhe her dem Q2 nahe, nicht aber vom Image und vom Qualitätsanspruch her. Zur Qualität muss ich allerdings später noch etwas sagen.

Pianolack für die Schutzleisten
Bei einem ersten Rundgang um den knallgelben Q2 in der Hotelhalle fällt mir zuerst der Grill auf: Er is...