Tatsächlicher Verbrauch: Seat Ibiza 1,5 TSI (2026) im Test
Wieviel Sprit verbraucht der beliebte Kleinwagen aus Spanien im realen Verkehr?
Seit wenigen Monaten steht der überarbeitete Seat Ibiza bei den Händlern. Der kompakte Fünftürer bleibt seinem Charakter treu: praktisch, benzinbetrieben, in der Stadt leichtfüßig und im Alltag rundum unkompliziert.
Unter den verfügbaren Ausstattungs- und Leistungsvarianten ragt eine besonders heraus: der Ibiza FR 1.5 TSI EVO mit 7-Gang-DSG. Er leistet 150 PS und bringt dabei vergleichsweise wenig auf die Waage. Ob ein derart günstiges Leistungsgewicht mit echten Sparwerten vereinbar ist, zeigt der Realtest.
Die Antwort lautet: ja, solange der Gasfuß Vernunft bewahrt. Auf der 360 km langen Strecke von Rom nach Forlì lag der Durchschnittsverbrauch bei lediglich 4,15 l/100 km. Die Kraftstoffkosten für diese Fahrt beliefen sich auf 29,10 Euro.
- Seat Ibiza (2026): Testdaten
- Seat Ibiza (2026): Verbrauch
- Seat Ibiza (2026): Verbrauch der Konkurrenz
- Seat Ibiza (2026): Fahreindruck
Testdaten
| Seat Ibiza FR 1.5 TSI EVO DSG ACT | |
| Grundpreis | 28.850 Euro |
| Testdatum | 14.05.2026 |
| Wetter (Start/Ziel) | Wechselhaft, Regen, 23 °C / Wechselhaft, 19 °C |
| Kraftstoffpreis | 1,948 Euro/l (Benzin) |
| Gesamtkilometerstand zu Testbeginn | 4.680 km |
| Gesamtkilometerstand am Testende | 5.580 km |
| Durchschnittsgeschwindigkeit Rom – Forlì | 75 km/h |
| Reifen | Continental ContiSportContact 5 215/40 R18 89W XL (EU-Label: C, B, 72 dB) |
Verbrauch
Trotz 150 PS und 7-Gang-DSG zeigte der Seat Ibiza 2026 eine bemerkenswert konstante und niedrige Verbrauchscharakteristik in typischen Alltagsszenarien, ob auf der Autobahn oder im gemischten Stadt- und Überlandbetrieb.
Der Seat Ibiza (2026) mit dem 1,5-Liter-Benziner mit 150 PS ist fast sportlich und kann auch sparsam sein
Der 40-Liter-Tank ermöglicht selbst unter ungünstigen Bedingungen eine Reichweite von mindestens 650 km; auf verbrauchsoptimierten Strecken sind Werte nahe 1.000 km realistisch.
Der reale Verbrauch
| Strecke | Verbrauch und theoretische Reichweite |
|
5,4 l/100 km 740 km theoretische Reichweite |
| Autobahn |
|
| Sparfahrt |
|
| Tatsächlicher Durchschnittsverbrauch | 4,15 l/100 km |
| Bordcomputer | 4,2 l/100 km |
| An der Tankstelle | 4,1 l/100 km |
Daten des Testfahrzeugs:
- Antrieb: Hybrid (Benzin, 1.498 cm³)
- Leistung: 110 kW
- CO2-Emissionen (WLTP): 130 g/km
- Leergewicht: 1.156 kg
- Leistungsgewicht: 89,358 kW/t
- Homologation: Euro 6E-BIS (Risp Reg UE 715/2007*2023/443EB)
Spritkosten
| Kosten | Kosten |
| Tatsächliche Kosten (Rom–Forlì) | 29,10 Euro |
| Monatliche Kosten (800 km pro Monat) | 64,67 Euro |
| Reichweite mit 20 Euro | 247 km |
| Reichweite mit einer Tankfüllung | 964 km |
Zur Testfahrt Rom–Forlì gehört auch eine aktualisierte Verbrauchs-Rangliste. Ein Blick lohnt sich – es gibt einige Überraschungen.
Verbrauch der Konkurrenz
Der Seat Ibiza mit 150 PS positioniert sich fast überraschend unter den effizientesten Benzinern, die ich bislang im Realverbrauchstest gefahren bin. Er liegt gleichauf mit dem Ford Fiesta 1.0 EcoBoost Hybrid 125 PS und dem Dacia Sandero Streetway 1.0 TCe 90 PS, übertrifft aber bereits den Lancia Ypsilon 1.0 70 PS Hybrid (4,25 l/100 km), dien verwandte Skoda Fabia 1.5 TSI 150 PS DSG (4,40 l/100 km) sowie den Citroën C3 Turbo 100 PS mit Schaltgetriebe (4,50 l/100 km).
Besser abgeschnitten haben bislang der ältere Volkswagen Polo 1.0 MPI 75 PS aus dem Jahr 2018 (4,10 l/100 km), der Lancia Ypsilon 1.2 Hybrid 110 PS (4,05 l/100 km), der Opel Corsa 1.2 75 PS aus 2020 (3,95 l/100 km), der Suzuki Swift 1.2 Hybrid 2WD mit Schaltgetriebe (3,90 l/100 km), der Peugeot 208 Hybrid 100 E-DCS6 (3,85 l/100 km) sowie der Renault Clio TCe 100 aus 2019 (3,70 l/100 km).
Was mir gefallen hat - und was nicht
Der Testwagen war die Topversion Seat Ibiza FR 1.5 TSI EVO DSG ACT, die serienmäßig unter anderem 16-Zoll-Leichtmetallräder, Full-LED-Scheinwerfer mit Lichtsignatur, abgedunkelte Fondscheiben, Einparkhilfe vorn und hinten, elektrische Fensterheber hinten, Sportsitze vorn, Zweizonen-Klimaautomatik sowie Rückfahrkamera mitbringt.
Seat Ibiza (2026), der Innenraum
Das Exemplar war zusätzlich mit zwei Optionspaketen ausgestattet: dem FR Pack mit 9,2-Zoll-Navigationssystem, sportlich konturierten Vordersitzen, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen "Performance Machined", hinterleuchteten Lüftungsdüsen und dem 10,2-Zoll-Seat-Virtual-Cockpit sowie dem Safe Driving Pack XL mit adaptivem Tempomat, Fernlichtassistenten, Stauassistenten und aktiver Spurzentrierung. Der Listenpreis steigt damit auf 32.740 Euro.
| Was mir gefällt | Was mir nicht gefällt |
| Gewichts-Leistungs-Verhältnis fast wie bei einem Sportwagen | Digitale Instrumententafel und optionaler Infotainment-Bildschirm |
| Hervorragende Kombination aus 1,5-Liter-Motor und Automatikgetriebe | Optionales schlüsselloses Kessy-Zugangssystem |
| Ladevolumen | Einige Kunststoffteile im Innenraum sind etwas hart |
| Geringer Verbrauch im Verhältnis zur Leistung | Optionales Reserverad |
Das entspricht nahezu dem Doppelten der Einstiegsvariante mit 1,0-Liter-Benziner. Dafür bekommt man spürbar mehr Leistung, echten Fahrspaß und das spontane Ansprechverhalten eines nahezu sportlichen Kleinwagens mit angenehm präsentem Motorsound. Weniger überzeugend waren die Qualität einiger Kunststoffoberflächen im Innenraum sowie das fehlende Notrad, das inzwischen bei vielen Kompaktmodellen zur verbreiteten Sparmaßnahme geworden ist.
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