Achte Generation des Ford Fiesta im Test

Was erwartet der gemeine Autojournalist von der neuen Generation eines Bestseller-Autos à la VW Polo, Opel Astra, Ford Focus, Mercedes C-Klasse? Einen katastrophalen Fehlschlag jedenfalls nicht, sondern graduelle Verbesserungen, vielleicht auch Akzentverschiebungen. Wo liegen diese bei der achten Generation des Ford Fiesta? Wir haben das am 8. Juli 2017 startende Modell in zwei Versionen getestet.

Multiple Persönlichkeiten
Neue Akzente setzt der Fiesta VIII unter anderem bei der Modellvielfalt, er übt sich in Persönlichkeitsspaltung. Es gibt ihn als noblen Vignale, als wirklichen Sportler namens ST, mit sportlicher Optik (ST Line) und als robusten Active mit Offroadoptik. Eher freundlich lächelnd begegnen einem Active, Trend und Titanium, während die sportlichen Varianten ernst gucken und sich mit nach unten erweiternden Trapezen optisch auf dem Asphalt verankern. Außen gibt es nun auch Bicolorlackierungen mit Dach und Außenspiegeln in Schwarz, Weiß, ja sogar in Mintgrün oder in Kupferbraun.

Innen: Wenig Farbe, aber gute Optik
Innen ist der Fiesta weniger mutig. ,Gerade deutsche Kunden werden von bunten Farben eher abgeschreckt, auch wegen des Wiederverkaufswerts", meint dazu Joel Piaskowski, der europäische Ford-Chefdesigner. Sogar die dunkelviolette, fast schwarze Leiste im Vignale schockiert schon manche, sagt er schmunzelnd. Mir würde etwas mehr Farbe zusagen, aber die Formgebung gefällt mir, und das große Display (bis 8,0 Zoll) ist eine deutliche Verbesserung gegenüber...