Seat Ibiza TDI mit 95 und 115 PS im Test

Abgas-Schummeleien, drohende Fahrverbote und zu guter Letzt auch noch VW-Konzernchef Matthias Müller, der den niedrigen Steuersatz für Dieselkraftstoff in Frage stellt: Der Diesel hat es derzeit richtig schwer. Ausgerechnet jetzt bringt Seat den Ibiza mit Selbstzünder auf den Markt. Das ist mutig. Aber für wen ist das Auto geeignet? Wir haben den Wagen gefahren und es herausgefunden.

Eine Nischenlösung
Diesel und Kleinwagen, das passt auf den ersten Blick nicht recht zusammen. Selbstzünder sind etwas für Vielfahrer, da sich der hohe Anschaffungspreis und die hohe Fahrzeugsteuer nur rentieren, wenn jedes Jahr genug Kilometer zusammenkommen. Kleinwagen aber kommen selten auf hohe Fahrleistungen. So wird der Dieselmotor im Ibiza nur etwa zehn Prozent der Verkäufe in Deutschland ausmachen, glaubt Seat. Er ist also eine Nischenlösung, aber das muss ja nichts Schlechtes sein.

Die 95-PS-Version reicht
Den im Juni 2017 gestarteten Ibiza der fünften Generation gibt es ab sofort also auch mit Diesel. Es handelt sich um den bekannten 1.6 TDI in drei PS-Stufen: 80, 95 und 115 PS. Wir fuhren die beiden stärkeren Versionen. Beide machen im kleinen Ibiza enorm viel Spaß. Das war nicht anders zu erwarten, denn das hohe Drehmoment war immer schon ein gutes Argument für den Diesel. Bei beiden gefahrenen Autos beträgt es 250 Newtonmeter – eine Menge Holz für einen Kleinwagen. Beeindruckend ist auch, dass schon 1.500 Touren reichen, um das Auto ordentlich und schwungvoll zu bewegen. Dass das D...