Das Heck erinnert an eine gewisse Mittelklasse aus Frankreich

Wer grinst uns hier denn hier an? Aha, ein Lamando. Moment, was ist ein Volkswagen Lamando? Es ist im Wesentlichen eine schlankere Version des Sagitar (alias Jetta außerhalb von China). Mit anderen Worten, der Lamando ist für den Jetta das, was der Arteon für den Passat ist, nur ein Segment darunter. Das ursprüngliche Modell debütierte 2014 als Produkt des SAIC-VW Joint Ventures und es ist nun Zeit für die zweite Generation.

Das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) hat in der Volksrepublik im Rahmen des Homologationsprozesses freizügige Bilder des Fahrzeugs veröffentlicht. Der Lamando bekommt für 2022 einen komplett neuen Look, der mit einem Smiley-Gesicht an die zweite Generation des Mazda 3 erinnert. Die Scheinwerfer scheinen sich an den elektrischen ID-Modellen von VW zu orientieren und sehen ehrlich gesagt nicht schlecht aus.

2022 Volkswagen Lamando
2022 Volkswagen Lamando

Die von MIIT veröffentlichten Bilder zeigen den Lamando in verschiedenen Ausstattungsvarianten, darunter auch eine höherwertige Version mit grässlichen Endrohren. Wenn wir schon beim Heck sind, können wir auch gleich den Elefanten im Raum ansprechen.

Die breiten Rückleuchten erinnern nämlich stark an den Peugeot 508. Das Modell der zweiten Lamando-Generation scheint ein schnittigeres Heck zu haben, und wir fragen uns, ob es von einer traditionellen Limousine zu einem Liftback nach Art des Arteon wechseln wird.

Leider hat MIIT keine Bilder des Innenraums veröffentlicht, obwohl wir den Eindruck haben, dass die Kabine von zwei nebeneinanderliegenden Bildschirmen dominiert wird, die aus dem Armaturenbrett herausragen.

Wenn unsere Vermutung richtig ist, wird der Lamando ein anderes Armaturenbrett haben als der technisch verwandte Sagitar, da jener China-Jetta ein traditionelles Layout hat, bei dem die Bildschirme in das Armaturenbrett eingelassen sind.

Der neue Lamando ist 4784 Millimeter lang, 1831 mm breit und 1469 mm hoch, mit einem Radstand von 2731 mm. Damit ist er deutlich kleiner als der Arteon, der in China unter dem alten CC-Namen erhältlich ist. Auf der MIIT-Website ist der Lamando mit Rädern in 16 bis 18 Zoll aufgelistet, während die Kraft von einem 1.4-TSI-Motor mit 150 PS (110 kW) kommt, den VW seit mehr als einem Jahrzehnt verwendet.

Ähnlich wie beim Vorgängermodell wird der Lamando der nächsten Generation wahrscheinlich eine reine China-Angelegenheit bleiben. Das bevölkerungsreichste Land der Welt ist immer noch ein Stufenheck-liebendes Publikum, weshalb VW dort viele Limousinen anbietet, einschließlich des Flaggschiffs Phideon, das als indirekter Nachfolger des unglücklichen Phaeton dient. Es mag ein wenig schockieren, aber VW verkauft in China zudem immer noch einen Bora, zusammen mit anderen Limousinen, die in verschiedenen Größen erhältlich sind.