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Type 01: Der neue Jaguar zeigt sich offiziell weniger getarnt

Die neue Elektro-Limousine wird noch in diesem Jahr endlich enthüllt, bevor sie 2027 in den Verkauf geht

Prototyp des Jaguar Type 01 (2027) in Monaco
Bild von: Jaguar

Es dauert nicht mehr lange, bis Jaguar sein erstes Elektroauto der neuen Ära endlich enthüllt. Doch bevor der Type 01 noch in diesem Jahr erstmals offiziell gezeigt wird, läuft die Teaser-Kampagne weiter – diesmal mit einem Fotoshooting, das die Erwartungshaltung weiter anheizen soll.

Die wuchtige Tarnung ist verschwunden und wurde durch eine dünnere Folierung ersetzt, die einen besseren Eindruck davon vermittelt, was uns erwartet. Details wie Park- und Windschutzscheibensensoren sowie eine lange Shark-Fin-Antenne deuten darauf hin, dass wir es mit einem nahezu serienreifen Prototypen zu tun haben. Indes: Wuchtig ist auch er.

Bildergalerie: Prototyp des Jaguar Type 01 (2027) in Monaco

Der größte Unterschied zum Concept Car ist natürlich der Wechsel zu einer alltagstauglicheren Viertürer-Karosserie. Trotz der auffallend langen Haube hat der Type 01 keinen Verbrennungsmotor. Jaguar hat bereits Gerüchten eine Absage erteilt, wonach eine Variante mit Range-Extender geplant sei, bei der ein Benziner ausschließlich als Generator zum Laden der Batterie dienen und nicht die Räder antreiben würde.

Hoffentlich bedeutet die imposante Frontpartie stattdessen einen großzügig dimensionierten Frunk. Am Heck wirkt der Kofferraum dagegen überraschend klein – für ein Fahrzeug mit einer Länge von rund 5,2 Metern. Auch die seitlichen Fenster erscheinen im Verhältnis zu den üppigen Proportionen eher klein. Für mehr Alltagstauglichkeit bei niedrigem Ladestand gibt es an beiden vorderen Kotflügeln große Klappen, hinter denen sich die Ladeanschlüsse verbergen.

Prototyp des Jaguar Type 01 (2027) in Monaco
Bild von: Jaguar

Der Jaguar Type 01 kommt ohne Heckscheibe

Die neuen Bilder, aufgenommen auf den Straßen von Monaco, bestätigen: Der Type 01 hat keine Heckscheibe. Außerdem fehlt ein oberer Frontgrill, dafür gibt es unterhalb des Kennzeichens eine untere Luftöffnung. Die schmalen LED-Leuchtenbänder erinnern stark an den minimalistischen Look des Concept Cars, während die Draufsicht zeigt, wie ausgeprägt die Radhäuser an beiden Achsen ausfallen.

Man kann von Jaguars Neustart halten, was man will – der elektrische GT zieht die Blicke auf sich und dürfte noch mehr Aufmerksamkeit bekommen, sobald die schlanke Folierung verschwindet. Seine fließende Silhouette erinnert an den Cadillac Celestiq, ebenfalls ein extravagantes Ultra-Luxus-Elektroauto. Mit einem riesigen Radstand von 3,2 Metern und serienmäßigen 23-Zoll-Rädern wird der Type 01 überall für Aufsehen sorgen.

Prototyp des Jaguar Type 01 (2027) in Monaco

Prototyp des Jaguar Type 01 (2027) in Monaco

Bild von: Jaguar

Neben der auffälligen Optik soll Jaguars erstes Modell nach dem vollständigen Abschied vom Verbrenner auch fahrdynamisch überzeugen. Zumindest verspricht das die zu Tata Motors gehörende Marke potenziellen Käufern: "ein Elektroauto, das fährt wie kein anderes". Einen großen Anteil daran sollen drei Elektromotoren haben, die zusammen 987 PS (725 kW) leisten und ein nahezu sofort anliegendes Drehmoment von über 1.300 Nm bereitstellen. 

Der Type 01 soll in den kommenden Monaten offiziell gezeigt werden, bevor die Auslieferungen 2027 starten. Jaguar selbst sagt: "Sein ausdrucksstarkes modernistisches Design, seine wegweisende Technologie und seine intuitive Fahrdynamik werden künftige Jaguar Modelle prägen. Große Leistungsreserven. Kultivierter Komfort. Zwei Charaktere in einem Fahrzeug."

Prototyp des Jaguar Type 01 (2027) in Monaco

Prototyp des Jaguar Type 01 (2027) in Monaco

Bild von: Jaguar

Bei einem erwarteten Einstiegspreis deutlich oberhalb von 100.000 Euro wird der Type 01 dem Hype gerecht werden müssen. Jaguars auffällig inszeniertes Elektroauto darf nicht nur gut aussehen. Der Markt für hochpreisige E-Autos bleibt herausfordernd, weil vermögende Käufer weiterhin großvolumige Verbrenner mit möglichst vielen Zylindern bevorzugen.

Bentley-Kunden abzuwerben, wird eine enorme Aufgabe – zumal die Marke aus Crewe angekündigt hat, Verbrennungsmotoren über 2030 hinaus im Programm zu halten. Für Jaguar ist es jetzt zu spät, in die Jahre zurückzukehren, in denen man BMW jagen wollte: Alle Hoffnungen ruhen auf dem GT und den weiteren High-End-Modellen, die auf derselben reinen Elektro-Plattform folgen sollen.