Neuer Fabia debütiert im Mai, nächster Superb startet 2023

Sobald ein Autokonzern respektive dessen Marken auf ihre Jahresbilanz zurückblicken, wird es interessant. Und zwar nicht so sehr hinsichtlich der wirtschaftlichen Kennzahlen, sondern weil die Chefs meist höchstpersönlich verkünden, was man modellpolitisch für das laufende Jahr plant. So ist es jetzt auch bei Skoda.

Dort hat Konzernchef Thomas Schäfer im Rahmen der Bilanzpressekonferenz einen Ausblick auf neue Modelle gegeben. Und damit nicht genug: Schäfer blickt sogar schon bis 2023 voraus. Was dürfen wir also von Skoda erwarten?

Man habe einige fantastische neue Produkte in der Pipeline, so Schäfer. Das erste ist die europaweite Markteinführung des Elektro-SUVs (und Bruders des VW ID.4) Enyaq iV: Aufgrund der hohen Nachfrage erhöht man die Produktionskapazitäten auf bis zu 350 Einheiten pro Tag. Demnächst steht außerdem die Weltpremiere des Enyaq iV Coupé an. Zitat Schäfer: "Unser zweites, hochattraktives reines Elektroauto, das auf der MEB-Plattform basiert."

Bildergalerie: Skoda Fabia (2021) Covered Drive

Mitte April 2021 wird das Facelift des Kodiaq enthüllt, für Mai ist die Weltpremiere der neuen Fabia-Generation vorgesehen. Auch eine Combi-Version ist bereits beschlossen, aber erst 2023. Bis dahin wird der bestehende Fabia Combi frisch gehalten, womöglich durch ein Facelift. Dieser Punkt ist aber noch reine Spekulation.

Bereits bekannt ist die Motorenpalette des neuen Fabia, den wir bereits als Prototyp fahren durften. Sie reicht vom 1,0-Liter-Saugbenziner mit 65 PS bis zum 1.5 TSI mit 150 PS Leistung. Zugleich wächst der Fabia deutlich auf künftig 4,11 Meter.

Nicht nur der Kodiaq erhält ein Facelift, sondern auch der kleinere Karoq. Das macht Sinn, schließlich wurde dessen Technik-Bruder, der VW Tiguan, bereits 2020 gründlich überarbeitet. Darüber hinaus startet in China der verlängerte Octavia Pro, in Indien läuft der Kushaq an.

Skoda Kushaq (2021)
Skoda Kushaq (2021)

Ende des vergangenen Jahres hat das Unternehmen zudem wichtige strategische Entscheidungen getroffen, um seinen Wachstumskurs erfolgreich fortzusetzen: Die nächste Generation des Skoda Superb soll ab 2023 neben dem neuen VW Passat in Mladá Boleslav entwickelt und im Volkswagen-Werk in Bratislava gebaut werden.

Dadurch werden im Skoda-Werk in Kvasiny Kapazitäten für mehr als 150.000 Fahrzeuge frei. Die zusätzlichen Kapazitäten werden für zusätzliche Stückzahlen der beliebten SUV-Modelle sowie für den Nachfolger des Fabia Combi genutzt. Außerdem wurde beschlossen, dass die Kodiaq-Produktion im Werk Kvasiny verbleibt.

Mit dem Zukunftsprogramm "NEXT LEVEL SKODA" setzt das Unternehmen auf drei Schwerpunkte: Erstens die Erweiterung des Modellportfolios in Richtung der Einstiegssegmente. Ziel ist es, jede der bestehenden Modellreihen um eine Einstiegsvariante zu ergänzen, um eine noch breitere Zielgruppe anzusprechen.

Zugleich hält das Unternehmen an Modellen wie der neuen Generation des Fabia Combi fest. Zum anderen erschließt Skoda neue Märkte für weiteres Wachstum im Volumensegment. Neben Russland und Nordafrika sondiert das Unternehmen auch Chancen in der ASEAN-Region.

Bildergalerie: Skoda Enyaq iV (2021)