Erst letzte Woche berichtete Automotive News Europe über den VW-Plan, den ID Vizzion in ein Serienauto mit 700 Kilometer Reichweite zu verwandeln. Nun gibt es neue Gerüchte über eine noch höher positionierte elektrische Limousine. Einen Namen gibt es noch nicht, aber ANE will gehört haben, dass es sich um ein anspruchsvolleres Produkt oberhalb des Vizzion handeln soll, das gegen das Tesla Model S positioniert werden könnte.

Einer mit der Sache vertrauten Quelle zufolge könnte das Auto zu Hause in Wolfsburg gebaut werden. Volkswagen möchte hier offenbar im großen Stil investieren, um das Werk zu seinem Elektro-Aushängeschild zu machen. Obwohl es sich um ein großes und luxuriöseres Fahrzeug handeln soll, wird es dem Bericht zufolge wie der ID.3 und der ID.4 auf der MEB-Plattform basieren, wenn auch in einer "weiterentwickelten Version".

Das Festhalten am MEB erlaubt es VW, die höheren Kosten der kommenden PPE-Architektur zu vermeiden, die derzeit von Audi und Porsche entwickelt wird. Es dürfte klar sein, dass der Konzern Überschneidungen zwischen der Mainstream-Marke VW und seinen Luxusmarken vermeiden will. Wir erwarten daher, dass ähnlich große Autos aus Ingolstadt und Zuffenhausen bei Leistung, Ausstattung und Preis unterboten werden.

Da die Serienversion des Vizzion (Bild unten) offenbar die Passat Limousine ersetzen soll, könnte das noch größere E-Auto der lang versprochene Phaeton-Ersatz sein. VW-Chef Herbert Diess gab zu, dass der Erfolg des Model S das Unternehmen vor fast vier Jahren dazu brachte,  sich zurück ans Zeichenbrett zu begeben und neu über eine große Null-Emissions-Limousine nachzudenken. Wie es scheint, steht das Modell noch immer auf der Agenda steht, auch wenn bis zu dessen Debüt noch einige Zeit vergehen dürfte.

Wir vermuten einen Launch nach dem des Vizzion, der irgendwann im Jahr 2023 zu den Händlern kommen soll. Automotive News berichtet, dass der einflussreiche VW-Betriebsratsvorsitzende und Aufsichtsratsmitglied Bernd Osterloh seinen Wunsch geäußert hat, bis 2025 ein in Wolfsburg gebautes Elektroauto zu haben. Seine Äußerungen wurden von VW-Konzernvorstand Stephan Weil aufgegriffen. Die elektrische Limousine könnte aber zusätzlich auch außerhalb Deutschlands gebaut werden.

Der von Automotive News zitierten Quelle nach könnte die Gesamtproduktion 300.000 Einheiten pro Jahr erreichen, wenn VW die große elektrische Limousine auch in China und den Vereinigten Staaten fertigen würde. "Denken Sie Model S", so charakterisierte ein Insider das mysteriöse neue Modell, das offenbar Anfang des Monats vom VW-Konzernvorstand für die Produktion in Wolfsburg freigegeben wurde.

Hinweis: Das obere Bild zeigt eine offizielle Designskizze des 2018er ID.Vizzion Conzept.

Bildergalerie: VW I.D. Vizzion concept