Das Meilenstein-Auto ist ein carminroter GTS für einen deutschen Kunden

Den Namen Porsche bringt man in erster Linie mit Sportwagen wie dem 911 oder dem Boxster/Cayman in Verbindung. Allerdings musste auch der hochangesehene Autobauer aus Zuffenhausen irgendwann einsehen, dass man sich an aktuelle Kundenwünsche anpassen muss, wenn man überleben möchte. 

Lange schien es undenkbar, aber der Aufstieg des SUV zwang Porsche zur Entwicklung einer dritten Modellreihe. Diese "rettete das Unternehmen aus einer Krise", möglich gemacht durch den Input von Volkswagen.

Angestachelt durch den Erfolg des 1996 erschienenen Einstiegs-Sportwagens Boxster, hob man das Projekt "Colorado" aus der Taufe. Das Ziel war die Entwicklung eines Performance-orientierten All-Terrain-Vehikels. 

Natürlich betrieb Porsche bevor es ernst wurde einiges an Markt-Recherche. Man fragte die Kundschaft, ob sie sich für die Idee eines SUVs begeistern könne. Nach interner Analyse und positivem Feedback von den Umfragen, erhielt der Cayenne grünes Licht für die Produktion. 

Die anfängliche Entwicklung begann zu Hause in Weissach, allerdings hatte Porsche zu der Zeit nicht die Kapazitäten für die Entwicklung eines Modells, das so anders war, als die traditionellen zweitürigen Sportwagen. 

Also mietete man eine Anlage in Hemmingen, was in der Mitte von Zuffenhausen und Weissach liegt. Natürlich musste sich der Cayenne (Codename: E1) deutlich vom Touareg unterscheiden, an dem VW zu der Zeit arbeitete. 

Die ersten Generation des Cayenne kam 2002 auf den Markt. Es dauerte nicht lang, bis sie sich zum Bestseller des Unternehmens aufschwang. Aktuell wird Porsches erstes SUV im slovakischen Bratislava montiert, zusammen mit den mechanisch eng verwandten VW Touareg, Audi Q7 und Lamborghini Urus. Der ebenfalls Plattform-gleiche Bentley Bentayga wird im englischen Crewe gebaut.

Das Cayenne-Portfolio wurde in den letzten 18 Jahren deutlich ausgebaut. Seit 2019 gibt es auch eine Coupé-Variante mit einer niedrigeren Dachlinie und einem sportlicheren Image. Es zeichnet bereits für ein Viertel der jährlichen Cayenne-Verkäufe verantwortlich. Es gab übrigens auch ein Cayenne Cabriolet Concept, aber das blieb dankenswerterweise ein Einzelstück.

Was in Zukunft ansteht? Nun, Porsche sagt lediglich, dass "viele neue, aufregende Kapitel" bevorstehen. Wir gehen mal stark davon aus, dass der zweimillionste Cayenne nicht mehr als Verbrenner vom Band laufen wird. Der einmillionste aber tut das. Es handelt sich um einen carminroten GTS mit 480-PS-Biturbo-V8 für einen Kunden in Deutschland. 

Bildergalerie: Porsche Cayenne Turbo S E-Hybrid, Cayenne Coupé Turbo S E-Hybrid und Cayenne Coupé E-Hybrid