Unter diesem Hypercar im 917-Retro-Look steckt ein Carrera GT
Ein V10 mit Handschaltung befeuert dieses Carbon-Einzelstück eines US-Autohändlers
Es kommt nicht alle Tage vor, dass ein Luxusautohaus beschließt, einen einzigartigen Supersportwagen zu bauen – doch genau das hat Miller Motorcars aus Connecticut in den USA getan. Gemeinsam mit dem Automobildesigner Jason Castriota entstand der JC9.
Das Einzelstück basiert auf dem Porsche Carrera GT, dessen auf 1.500 limitierte Einheiten zwischen 2003 und 2006 gebaut wurden. Optisch ähnelt der Miller-Bau eher einem Fahrzeug, das schon vor über 50 Jahren erfolgreich die 24 Stunden von Le Mans bestritten haben könnte. Die Nähe zum legendären 917 ist wohl kaum von der Hand zu weisen.
Bildergalerie: Miller Motorcars JC9
In der vergangenen Woche feierte das schicke Stück sein offizielles Debüt auf der Rennstrecke im Lime Rock Park im US-Bundesstaat Connecticut. Laut einem Instagram-Post ist der JC9 ein "handgefertigtes V10 Supercar mit manueller Schaltung", das "vollständig aus Carbonfaser gefertigt" wurde. Von außen erinnert der Bolide, wie bereits erwähnt, kaum an den Carrera GT. Das ändert sich jedoch gewaltig, wenn wir ins Innere des Fahrzeugs blicken.
Der Innenraum des JC9 ist absolut identisch mit dem des Spenderfahrzeugs. Die Instrumente, die Lüftungsdüsen im Armaturenbrett und Mittelkonsole wurden nicht verändert. Selbst das Lenkrad sieht gleich aus, wurde aber mit einem neuen Bezug ausgestattet. Das Porsche-Logo wurde zudem entfernt.
Unklar ist, ob der frei saugende V10 des GT mehr Leistung als bisher liefert. Der 5,7-Liter kam vor 20 Jahren mit 450 kW (612 PS) und 590 Nm Drehmoment bei 5.750 Umdrehungen. In 3,9 Sekunden beschleunigte der 1.380 Kilogramm leichte Zuffenhausener von 0 auf 100 km/h. Damaliger Kostenpunkt: 452.690 Euro.
Seinen ersten Auftritt hatte der 917 Carrera GT aka Miller JC9 bei der Feier zum 50-jährigen Jubiläum des Autohauses. Dort wurde er zusammen mit weiteren von Castriota entworfenen Fahrzeugen gezeigt. Mit dem neusten Werk teilten sich ein Ferrari P4/5, ein Ferrari 612 Kappa, ein Maserati Birdcage 75th, ein SSC Tuatara, der Ford Mustang Mach-E und der Bertone Mantide die interessierten Blicke der Besuchenden.
Einen Preis nennt das Autohaus im Post nicht. Bei der Basis und der handgefertigten Carbon-Karosserie würden wir auf einen siebenstelligen Betrag tippen. Fragwürdig bleibt, ob das Einzelstück überhaupt verkauft werden soll. Feststeht, der JC9 hätte vor vielen Jahren auch genau so von Porsche selbst stammen könnte. Schön dass solche Autos zumindest in Kleinauflagen noch gebaut werden.
Quelle: Miller Motorcars / Instagram via Road and Track
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