Lamborghini Urus im Test

Die kleine Supersportwagenmarke Lamborghini will endlich mehr als 3.500 Autos pro Jahr verkaufen. Der Urus, dessen Name sich von dem Auerochsen, dem längst ausgestorbenen Vorgänger des heutigen Rindviehs ableitet, soll den automobilen Zeitgeist einfangen und beitragen, das Ziel zu erreichen. Er ist nicht das erste SUV der Marke – diese Ehre gebührt dem LM002 von 1986, ein militärisches Projekt, das kein militärisches Interesse geweckt hat – aber er ist das erfolgversprechendste.

Erste Eindrücke
Ein geräumiges vier- oder fünfsitziges SUV mit Lamborghini-Plakette auf der Motorhaube: Das ist eine Überraschung, oder? Keine Sorge, der Urus hat immer noch genug Präsenz, um dreistellige Instagram-Likes zu erreichen und jeden Fahrer dazu zu bringen, auf die rechte Spur zu wechseln, wenn einer im Rückspiegel auftaucht.

Displays aus dem Audi A8
Das Innere ist eine vertraute Mischung aus rahmenlosen Türen, Sechseck-Grafiken, Carbon, Alcantara und Leder. Aber hier gibt es auch vier Cupholder, Isofix-Punkte für die Montage von Kindersitzen und einen Laderaum, der groß genug für zwei Golfbags ist. Seltsame Zeiten … Die Mittelkonsole wird von zwei hochauflösenden Touchscreens dominiert, die haptisches Feedback bieten und alles vom Radio über die Navigation bis hin zur Klimaanlage steuern. Autofans haben vielleicht bemerkt, dass beide Displays vom Audi A8 stammen – Lamborghini gehört schließlich zum VW-Konzern. Auch einige andere Elemente wurden übernommen, aber der Innenraum bleibt eigens...