VW Touareg im Test

Vom Fiat Panda 4x4 bis zum Range Rover Evoque, vom Dacia Duster bis zur Mercedes G-Klasse: Bei Fahrveranstaltungen mit SUVs gehört eine Offroad-Fahrt eigentlich fast zum Pflichtprogramm. VW verzichtet beim neuen Touareg darauf. „Die meisten Kunden haben eine nutzwertbezogene Einstellung zum Touareg“, sagt VW-Sprecher Martin Hube. Das heißt, Alltag geht vor. Wie sich die dritte Generation des Autos hier schlägt, haben wir getestet.

Geschrumpfter Wendekreis
Die Auswahl meines Testfahrzeugs fällt leicht, denn zum Marktstart am 22. Juni 2018 gibt es nur einen 3.0 V6 TDI mit 286 PS, Achtgangautomatik und Allradantrieb. Wer beim Thema Diesel sofort rot sieht, den kann ich beruhigen: Das Auto erfüllt die Abgasnorm Euro 6d-Temp und gehört somit zum kleinen Klub der Saubermänner. Zu meinen ersten Fahreindrücken mit dem Wagen gehört das Ausparken am Flughafen: Die optionale Hinterradlenkung erleichtert durch das gegensinnige Einschlagen der Hinterräder bei niedrigem Tempo das Rangieren ­– der Wendekreis schrumpft um einen ganzen Meter. Etwas später auf der Autobahn spüre ich den zweiten Benefit des Systems: Beim Spurwechsel gelingt das diagonale Versetzen mühelos und ohne das sonst übliche Nachschwenken des Hecks.

Gutes Anti-Wank-System
Den enormen Vortrieb des Diesels – der Touareg mit 286-PS-Diesel beschleunigt in 6,1 Sekunden von null auf Tempo 100 – kann ich im Alltagsverkehr rund um Salzburg nicht nutzen. Auch die 600 Newtonmeter Drehmoment sind mit den zwei Tonnen Gewicht des T...