Neues MEB-Modell soll weniger als 30.000 Euro kosten

Volkswagen forciert die Entwicklung des geplanten Elektro-Kleinwagens. Dass der Konzern ein Elektromodell unterhalb des ID.3 plant, war bekannt, seit Seat 2019 bekannt gab, dass man zusammen mit VW eine Version des Modularen Elektrifizierungsbaukastens (MEB) für kleinere Autos entwickeln würde. Auch Konzernchef Herbert Diess hatte dies bestätigt.

Wann das Auto auf den Markt kommen würde, wurde 2019 noch nicht gesagt. Nun heißt es mehr oder weniger unisono in Berichten von Automobilproduktion, FAZ und Bloomberg, dass der Marktstart für 2023 geplant ist. Das Auto, das ID.2 heißen könnte, soll in der Basisversion weniger als 20.000 Euro kosten. Eine Studie zu diesem Auto gab es bislang noch nicht.

Zum Jahreswechsel 2020/2021 kommt zunächst der ID.4 auf den Markt, gefolgt vom Crossover-Modell ID.5. Im Jahr 2022 soll der Elektro-Bus (die Serienversion des ID.Buzz) starten und für das Jahr 2023 ist ein Elektro-Kombi namens ID.6 (alias Aero B) terminiert, der 700 Kilometer mit einer Ladung schaffen soll. Dabei dürfte es sich um die Serienversion des ID. Space Vizzion handeln.

Um Ressourcen für diese Elektroauto-Offensive freizumachen, will VW die konventionelle Modellpalette zurückfahren. So sollen Passat Limousine sowie der Arteon auslaufen. Zudem sollen die Vans Touran und Sharan weichen. 

Auf der Positivseite stehen neue Plug-in-Hybride der bestehenden Baureihen, die der Konzern zwischen 2023 und 2026 einführen will und die eine elektrische Reichweite von bis zu 100 Kilometer haben sollen. In Sachen PHEVs hat der VW-Konzern bislang deutlich weniger zu bieten als Volvo, BMW und Mercedes (die wiederum bei Elektroautos hinterherhinken).

Außerdem gibt es Neuheiten zur Nutzung des MEB durch Ford. Wie die FAZ berichtet, will die Pflaumen-Marke in gut zwei Jahren (also 2023) ein Elektroauto auf dieser Basis auf den Markt bringen. Entwickelt und wahrscheinlich auch produziert werden soll es am Ford-Standort in Köln.

Bildergalerie: VW ID.5 als Rendering