Liebe Verbrecher, flüchtet ja nicht durch die Botanik

Ordnungshüter im Vereinigten Königreich müsste man sein. Dort dürfen die Beamten quer über die ganze Insel jetzt nämlich Ford Ranger Raptor testen. Die Polizei von South Wales hat sich das neue Spielzeug als erstes zugelegt. Sie dürften damit auch europaweit die ersten sein, die mit dem Offroad-Tier auf Verbrecherjagd gehen. Der Polizei-Raptor wurde von Fords Special Vehicle Preparation Team im britischen Essex umgebaut. Er hat die komplette "Kriegsbemalung" inklusive Blaulicht und Sirenen. An der Leistung hat Fords Spezialabteilung aber unglücklicherweise nichts geändert.

Das könnte zu Problemen führen, spätestens wenn ein Schurke seine Flucht auf einer tatsächlichen Straße unternimmt. Sie erinnern sich womöglich: Anders als sein großer US-Bruder F-150 Raptor, der mit einem 450 PS starken 3,5-Liter-Biturbo-V6-Benziner ausgestattet ist, ist der Ranger Raptor alles mögliche, aber ganz bestimmt nicht schnell. Die Europa-Version verfügt über einen 2,0-Liter-Biturbo-Diesel, der anständige 213 PS und 500 Nm Drehmoment liefert. Allerdings wiegt der verruchteste Ranger 2,5 Tonnen. So gehen die 0-100 km/h in eher gemächlichen 10,5 Sekunden. Der harte Kampf gegen den Luftwiderstand ist bei 170 km/h vorbei. Schlauerweise hat die Polizei von Wales gleichzeitig einen neuen Ford Focus ST Turnier angeschafft. Der verfügt über 280-Benziner-PS und schafft 250 km/h Spitze. 

Sollte ein Verbrecher allerdings den Versuch wagen, durch ein Feld zu fliehen - und es gibt viele Felder in Wales - dann ist er höchstwahrscheinlich völlig verloren. Klar, der Raptor macht die 0-100 nur in 10,5 und er fährt nur 170, aber dank seines verstärkten Chassis, des großartigen Fox Racing-Fahrwerks und der fetten BF Goodrich All-Terrain-Reifen macht er das ... überall. 

Bildergalerie: UK Police Ford Ranger Raptor