Auf Funkstreife mit Brenstoffzelle und Batterie

Die Liste ungewöhnlicher Polizeiautos ist um einen Eintrag reicher: Ab sofort ist der Mercedes GLC F-CELL bei der Polizei in Hamburg im Einsatz. Dabei handelt es sich dem Hersteller zufolge um den weltweit ersten Mercedes-Benz GLC F-CELL im Polizeidienst. Bereits seit den 1990er Jahren arbeitet Mercedes eng mit der Hamburger Polizei zusammen. Neben Mercedes-Pkw setzt die Polizei in der Hansestadt auch auf Transporter und Lkw der Marke.

Neben der polizeispezifischen Beklebung im VESBA-Design verfügt der GLC F-CELL auch über weitere typische Umbauten für Funkstreifenwagen wie beispielsweise einer Funkvorrüstung, einem Tonfolgeverstärker, einem Dachbalkensystem, zwei Druckkammerlautsprechern und weiteren Extras.

 

Der GLC F-CELL ist ein ganz besonderer Plug-in-Hybrid, denn er gewichtet erstmalig die innovative Brennstoffzellen- und Batterietechnik: Er „tankt“ außer Strom auch reinen Wasserstoff. Das intelligente Zusammenspiel zwischen Batterie und Brennstoffzelle, die hohe Reichweite und kurze Betankungszeiten machen den GLC F-CELL zu einem alltagstauglichen rein elektrischen Begleiter für Kurz- und Langstrecke. Mit 4,4 Kilogramm Wasserstoff an Bord kann das SUV genügend Energie für eine Reichweite von mehr als 400 Kilometer im Hybridmodus im NEFZ produzieren. Die große Lithium-Ionen-Batterie liefert allein zirka 50 Kilometer Reichweite im NEFZ. Eine Leistung von 160 Kilowatt (218 PS) dürfte auch Verfolgsjagden ermöglichen.

Mercedes-Benz GLC F-CELL - Polizei Hamburg

Zwei karbonfaserummantelte Tanks, die im Fahrzeugboden verbaut sind, fassen 4,4 Kilogramm Wasserstoff. Dank der weltweit standardisierten 700-bar-Tanktechnologie ist der Wasserstoffvorrat innerhalb von nur drei Minuten aufgefüllt. Bei einem Wasserstoffverbrauch von circa 1 kg/100 km schafft der GLC F-CELL mehr als 400 wasserstoffbasierte Kilometer im NEFZ - im Hybridmodus kommen noch einmal rund 50 km bei vollgeladener Batterie dazu. Die Lithium-Ionen-Batterie verfügt über eine Bruttokapazität von 13,5 kWh und dient zusätzlich als Energiequelle für den Elektromotor. Per Plug-in-Technologie lässt sie sich über den 7,4-kW-On-Board-Lader an einer haushaltsüblichen Steckdose, einer Wallbox oder einer öffentlichen Ladestation aufladen.

 

Der Plug-in-Brennstoffzellenantrieb passt die Nutzung beider Energiequellen, beeinflusst auch vom gewählten Fahrprogramm ECO, COMFORT oder SPORT, stets optimal an die jeweilige Betriebssituation an. Der Fahrer kann unter vier Betriebsmodi wählen: HYBRID, F-CELL, BATTERY und CHARGE. In allen Betriebsmodi verfügt das System über eine Rekuperationsfunktion, die es ermöglicht, Energie beim Bremsen und beim Ausrollen zurückzugewinnen und im Akku zu speichern.

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