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Tatsächlicher Verbrauch: Mercedes CLA Mildhybrid (2026) im Test

Wie viel Sprit verbraucht der 120 kW starke 1,5-Liter-Mildhybrid im realen Verkehr?

Mercedes CLA Mild Hybrid (2026), der Verbrauchstest
Bild von: Motor1.com
Die dritte Generation des Mercedes CLA markiert für die Marke mit dem Stern einen Schritt nach vorn: Sie basiert auf der neuen modularen MMA-Plattform und wird sowohl mit Elektroantrieben als auch mit Benzin-Mildhybriden angeboten – alle mit identischem, stromlinienförmigem Design als viertürige Coupé-Limousine.
 
Optisch niedrig und betont sportlich, setzt der Mercedes CLA des Modelljahrs 2026 unter der Fronthaube auf einen neuen 1,5-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner mit weiterentwickelter Milhybrid-Technik, der in mehreren Leistungsstufen angeboten wird. Ich bin den CLA 200 4Matic gefahren – die Variante mit 163+30 PS und Allradantrieb. Im 360-km-Realverbrauchstest von Rom nach Forlì kam ich auf einen Durchschnitt von 4,05 Liter/100 km. Die Kraftstoffkosten für die Strecke lagen bei 28,58 Euro.

Die Testdaten

Ausstattung Mercedes CLA 200 4Matic AMG Line
Grundpreis in Italien 51.804 Euro
Testdatum 23. April 2026
Wetter (Start / Ziel) Regen, 22 Grad / Bewölkt, 20 Grad
Kraftstoffpreis 1,960 Euro/Liter (Benzin)
Durchschnittsgeschwindigkeit Rom – Forlì 72 km/h
Reifen Michelin e.Primacy 2
225/40 R19 93W XLiter MO
(EU-Label: A, B, 70 dB)

Der Testverbrauch

Auch unter typischen Alltagsbedingungen zeigt sich der neue Mercedes CLA als Hybrid sparsam – besonders im Autobahn-Test, der einigen Wettbewerbern (sowoh Vollhybriden als auch Mildhybriden) eher schwerfällt. Ein Grund ist die ausgefeilte Aerodynamik mit einem cW-Wert von 0,21.

mercedes-cla-hybrid-limousine-preis

Der Mercedes CLA Mild-Hybrid (2026) kann wirklich sehr sparsam sein

Foto: Mercedes-Benz

Etwas höher fällt der Verbrauch im gemischten Stadt-/Landbetrieb aus, während er außerorts spürbar sinkt. Der 51-Liter-Tank ermöglicht der neuen kompakten Mercedes-Coupé-Limousine fast immer eine Reichweite von mehr als 800 km, in idealen Szenarien sind sogar Spitzenwerte von über 1.500 km möglich.

Verbräuche

Strecke Verbrauch und theoretische Reichweite
  • Mischbetrieb (Stadt und Landstraße)

6,4 Liter/100 km
795 km theoretische Reichweite
(Italienische) Autobahn
  • 5,9 Liter/100 km
    861 km theoretische Reichweite
Spritspartest
  • 3,2 Liter/100 km
    1.591 km theoretische Reichweite
Tatsächicher Durchschnittsverbrauch 4,05 Liter/100 km
Bordcomputer-Anzeige 4,1 Liter/100 km
An der Tankstelle bestimmter Verbrauch 4,0 Liter/100 km

Daten des Testfahrzeugs

  • Antrieb: Hybrid (Benzin, 1.499 cm³)
  • Systemleistung: 120 kW
  • CO2-Emissionen (WLTP): 125 g/km
  • Homologation: Euro 6E-BIS (Risp Reg UE 715/2007*2023/443EB)

Spritkosten

Kosten Kosten
Tatsächliche Kosten (Rom–Forlì) 28,58 Euro
Monatliche Kosten (800 km pro Monat) 63,50 Euro
Reichweite mit 20 Euro 252 km
Reichweite mit einer Tankfüllung 1.259 km

Wir haben ein stets aktualisiertes Ranking der Verbrauchstest-Ergebnisse. Das Ganze ist in italienischer Sprache, aber wir denken, Sie finden sich zurecht.

Verbrauch der Konkurrenz

Der Mercedes CLA Milhybrid für 2026 landet im oberen Bereich der Realverbrauchs-Rangliste, knapp außerhalb der Top 10 der Benziner – und vor den wenigen verfügbaren Wettbewerbern wie dem Audi A3 Limousine 35 TFSI S tronic  und dem Kombi VW Passat 1.5 eTSI ACT 150 CV, beide mit 4,30 Liter/100 km, dem Crossover Peugeot 408 PureTech 130 S S EAT8 (4,65 Liter/100 km) sowie dem älteren Subaru Levorg 2.0i (5,25 Liter/100 km).

Die einzigen Benziner der Kompaktklasse (Segment C), die weniger als der neue CLA verbrauchten, sind der Mercedes A 200 Automatic und der VW Golf 1.0 TSI BMT 110 CV mit 4,00 Liter/100 km – sowie der Hyundai i30 1.0 T-GDI 120 CV 48V (3,90 Liter/100 km).

 Was mir gefallen hat – und was nicht

Das von mir gefahrene Auto ist ein Mercedes CLA 200 4Matic AMG Line – eine bereits gut ausgestattete Version mit dem 1,5-Liter-Mildhybrid (163+30 PS), Allradantrieb und 8-Gang-Doppelkuppllungsautomatik.

Mercedes CLA Hybrid, der Test

Mercedes CLA Hybrid, der Innenraum

Foto: Mercedes-Benz

Zur Serienausstattung der AMG Line gehören die Elemente von Advanced Plus, darunter 18-Zoll-Leichtmetallräder, AMG Aerodynamik-Paket, Keyless-Go, beleuchteter Kühlergrill, festes Panorama-Glasdach, teilweise LED-Scheinwerfer, eine automatische Klimaautomatik mit einer Zone sowie Drive Parking Assist. Optionale Extras wie 19-Zoll-Leichtmetallräder, getönte hintere Scheiben und die 2-Zonen-Klimaautomatik Comfortmatic treiben den Listenpreis auf 59.794 Euro.

Was mir gefäLiterLitert Was mir nicht gefäLiterLitert
Fahrdynamik Der mittLiterere Rücksitz ist nicht besonders bequem
Literaufruhe und Geräuscharmut Zu vieLitere Geräusche und Vibrationen beim WechseLiter vom ELiterektro- zum Benzinbetrieb
BordtechnoLiterogien Einige KunststoffteiLitere im Innenraum könnten verbessert werden
Geringer Verbrauch  

Der Preis ist insgesamt nicht niedrig, erschien mir aber passend zu dem, was diese Premium-Coupé-Limousine bei Verarbeitungsqualität, Fahrdynamik, Geräuschkomfort und Laufkultur, Technologie und niedrigen Verbräuchen bietet. Weniger überzeugend sind aus meiner Sicht die Platzverhältnisse im Fond, einige ausbaufähige Kunststoffmaterialien im Innenraum sowie eine gewisse „Rauheit“ in den Übergangsphasen zwischen elektrischem Antrieb und dem Verbrenner.

Und so ermitteLitern wir den Verbrauch

Wenn Sie eine Freundin oder einen Freund nach dem Verbrauch seines Autos fragen, wird Ihnen wahrscheinlich ein Wert genannt, der keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhebt. Vielleicht wurde der Wert vom Bordcomputer abgelesen oder die Tankrechnungen wurden aufbewahrt und daraus ein Verbrauch errechnet.

Ähnlich ermitteln wir unseren Testverbrauch: Er ergibt sich als Mittel aus Bordcomputer-Wert und dem an der Tankstelle ermittelten Verbrauch. Die Testautos werden stets von Fabio Gemelli von Motor1.com Italien gefahren. Der Journalist fährt häufig fürs Wochenende von der Redaktion in Rom in seine Heimat Forlì (in der Emilia-Romagna).

Dabei bewegt er die Autos bewusst sparsam: Er bleibt knapp unter der Höchstgeschwindigkeit (auf der italienischen Autobahn: 130 km/h), vermeidet abruptes Beschleunigen und Bremsen und fährt vorausschauend. Die Teststrecke von Rom nach Forlì ist etwa 360 Kilometer lang und umfasst 65 Prozent Superstrada (autobahnähnliche Schnellstraße, Tempolimit zwischen 90 und 110 km/h), 25 Prozent Autostrada (Autobahn, Tempolimit 130 km/h), fünf Prozent Strada Statale (Bundesstraße, Tempolimit 90 km/h) und fünf Prozent Stadtverkehr.

Auf der Route wird der Apennin überquert, die Strecke enthält also durchaus auch Steigungen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt in der Regel bei 70 bis 80 km/h. Am Ende der Strecke notiert unser Tester die Bordcomputer-Anzeige und berechnet (bei Autos mit Verbrennungsmotor) den Verbrauch an der Zapfsäule. Dabei wird "von voll bis voll" gemessen, wobei voll bedeutet: Das Tanken wird beim ersten Klick der Zapfpistole beendet. Dann berechnet Fabio den Mittelwert.