Lada 4x4 Urban Fünftürer im Test

Was ist das?

Eigentlich müsste dieses Auto bei Manufactum verkauft werden. Jene Läden, in denen Großstädter nachgebaute 50er-Jahre-Telefone und Porzellan-Lichtschalter für ihre hippe Altstadt-Wohnung kaufen. Wer, wenn nicht der Lada 4x4, könnte besser von sich behaupten: „Es gibt sie noch, die guten alten Dinge.“ Seit Ende 2017 gibt es das gute alte Russen-Ding auch als Fünftürer. Wir haben den XL-Lada getestet.

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Geboren wurde die Geländewagen-Legende noch als Niva in tiefsten Sowjetzeiten, nämlich 1976. Handlich und robust, um in alle Ecken des Riesenreiches zu kommen. Seit 1995 baut man in Togliatti, dem Wolfsburg Russlands (allerdings mit noch herberer Schönheit) den Niva auch als Fünftürer. Ende der 2000er-Jahre raubte man schließlich dem kraxelnden Lada seinen Namen, seitdem heißt er schlicht 4x4.

Was ist neu?

Warum sollte man ihn auch groß umtaufen? 4X4 bringt das Wesen des Ex-Niva auf den Punkt: Allrad. Gelände. Matsch. Schnee. Keine Tricks, pure Technik. Allerdings geraten selbst kernige Typen um die 40 in die Midlife-Crisis, weshalb der 4x4 irgendwann ein Brüderchen namens „Urban“ bekam. Letzterer wirkt auf Hardcore-Fans des Lada wie ein Familienvater mit Bauchansatz in Skinny Jeans.

Elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, lackierte Kunststoffstoßfänger, 16-Zoll-Alus und eine hosenversengende Sitzheizung vorne lauten die urbanösen Zutaten. Und noch viel wichtiger (oder schlimmer...