Der russische Geländewagen ist seit 1977 Kult. Wir zeigen die ungewöhnlichsten Varianten

Ein Auto mit einer komplizierteren, vielseitigeren und gleichzeitig ruhmreicheren Geschichte muss erst noch geboren werden: Der 1977 auf den Markt gebrachte Lada Niva hat schnell die ganze Welt begeistert. Und das ist keine Übertreibung, wenn man bedenkt, dass er in seinen besten Jahren in mehr als hundert Länder exportiert wurde, viele Überarbeitungen erfuhr und insgesamt mehr als 2,5 Millionen Einheiten verkauft wurden.

Eine vorläufige Zahl, denn mehr als 40 Jahre nach seinem Debüt ist die Nachfrage nach dem Geländewagen aus Togliatti (der Stadt, in der der Hersteller AvtoVAZ seinen Sitz hat und die nach einem italienischen Politiker benannt ist) ungebrochen: In Russland, wo das letzte Update erst anderthalb Jahre zurückliegt, entscheiden sich immer noch rund vierzigtausend Menschen pro Jahr für ihn.

Dies ermöglicht dem Niva, der vor kurzem wieder den klassischen Namen (im letzten Jahrzehnt in ein amorphes "Lada 4x4" wegen einer Vereinbarung mit GM geändert) bekommen hat, um fest unter den 10 beliebtesten Modellen auf dem russischen Markt zu bleiben.

In der folgenden Zusammenstellung haben wir uns jedoch auf die kuriosesten und am wenigsten bekannten Fakten seiner Karriere konzentriert: Wir sind in seine Entstehung eingetaucht und haben die verschiedenen werksseitigen Modifikationen und kleinen "handwerklichen Ausarbeitungen" ausländischer Händler nachvollzogen.

Gleichzeitig erinnern wir an die sportlichen und zivilen Leistungen des heutigen Lada Niva Legend, eines Geländewagens, den man noch nagelneu kaufen kann. Mindestens wohl bis 2024: Dann soll ein modernes SUV erscheinen, dessen Retro-Design an den beliebtesten Russen in Westeuropa seit Gorbatschow erinnern wird.