Unterdessen in Russland

Vor gut einem Monat kündigte Lada eine neue Generation des Niva an. Das Auto soll 2024 mit neuer Plattform und zeitgemäßer Technologie debütieren. Aber selbst mit Renault-Architektur ist es relativ unwahrscheinlich, dass der Offroader jemals einen Dieselmotor ab Werk erhalten wird. Das bedeutet jedoch nicht, dass kein selbstzündender Niva existiert und natürlich kommt er aus Russland. 

Der ПриветТачка-Kanal auf YouTube zeigt die außergewöhnliche Arbeit, mit der ein BMW-N47-Dieselmotor in den Niva transplantiert wurde. Leider führt der Titel des Videos ganz schön in die Irre. Anstatt des angekündigten 4,4-Liter-Biturbo-V8 aus einem X5 M, wandert ein 2,0-Liter-Selbstzünder unter die Haube der Ikone. Aber auch der leistet stramme 250 PS, weit mehr als es je in einem Serien-Niva gab. 

Selbst wenn jegliche V8-Träume jäh zerstört werden, muss man doch Respekt zollen, für all die ausgeführten Modifikationen, die nötig waren, um das BMW-Aggregat zu installieren. Selbiges sendet seine Kraft über ein Automatikgetriebe aus einem 3er an die Hinterräder. Auch das Fahrwerk wurde im Zuge des Motortauschs heftig aufgerüstet. 

Natürlich sind die Leistungsdaten weit weg von denen eines X5 M, allerdings ist der Niva mit BMW-Diesel nichtsdestotrotz eine ziemlich potente Maschine. Die Beschleunigung von 0-100 km/h erledigt er in circa sechs Sekunden. Und wie man im Video sehen kann, eignet er sich auch vortrefflich zum Querfahren. 

Motor und Getriebe sind dabei nicht die einzigen Komponenten, die aus einem BMW stammen. Das Interieur etwa erhält Lenkrad und Infotainment des bayerischen Herstellers. Zudem gibt es eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik - ein Luxus den zuvor wohl noch kein anderer Niva-Fahrer genießen durfte. 

Oh, und vergessen Sie bitte nicht die 20-Zoll-Felgen mit den eher niederquerschnittigen Stollenreifen. Sie stammen nicht von einem BMW, sehen aber verdammt cool aus.