Ford will die Mustang-Familie erweitern
Gerüchte über einen viertürigen Mustang wollen einfach nicht verstummen – und diese neuen Zitate machen es nicht besser
Ford bereitet in den USA den Start mehrerer neuer Modelle mit Einstiegspreisen von unter 40.000 US-Dollar (derzeit rund 34.700 Euro) vor. Eines davon soll eine neue Limousine sein. Welche Art von Limousine? Bisher noch unklar – doch ein Ford-Manager könnte nun einen Hinweis darauf gegeben haben, dass es auf eine viertürige Mustang-Variante hinausläuft.
In einem Interview mit Automotive News sagte Andrew Frick, Präsident von Ford Blue und Model E (die elektrische Innovationssparte des Unternehmens), antwortete auf eine Frage zu Limousinen und warum sie derzeit Sinn ergeben, dass man „die Mustang-Familie künftig ausbauen“ wolle. Er ergänzte:
„Das muss innerhalb einer Familie Sinn ergeben, die wir möglicherweise bereits anbieten. Und es muss für uns sehr kosteneffektiv umsetzbar sein. Darauf konzentrieren wir uns generell bei vielen unserer neuen, bezahlbaren Produkte. Die Konzepte müssen stimmen – und die Kosten noch mehr.“
Seit Längerem kursieren Gerüchte, Ford erwäge eine viertürige Version des Mustang. Im Mai 2024 zeigte sich Ford-CEO Jim Farley überzeugt, der Hersteller könne einen Mustang in unterschiedlichen Karosserieformen bauen, etwa als Viertürer – „solange diese Modelle die gesamte Performance und Attitüde des Originals haben“.
Einige Monate nach Farleys Aussagen tauchte ein Bericht auf, dem zufolge Ford Händlern eine Mustang-Limousine namens Mach-4 gezeigt habe – zusammen mit einer namenlosen safariartigen Offroad-Variante des Modells.
Ford Mustang Dark Horse SC Track Pack
Braucht Ford eine Limousine?
Interessant auch aus deutscher Sicht: Fords aktuelles Portfolio kommt derzeit nicht nur in den USA sondern auch in Europa ohne Limousine aus. Im April 2022 endete diese Ära mit der Einstellung des Mondeo. Nach dem Ende von Fiesta und Focus bietet Ford in Europa mit Ausnahme des Mustang nur noch SUVs, Pickups und Transporter an.
Dass eine mögliche Mustang-Limousine auch den Weg über den großen Teich finden könnte, erscheint aktuell dennoch ziemlich unwahrscheinlich.
Ford baut im Werk Flat Rock im Südosten Michigans ausschließlich den Mustang – und nutzt die Kapazitäten dort nicht vollständig aus. Früher liefen neben dem „Pony Car“ auch Lincoln Continental, Ford Fusion und Mazda6 vom Band, doch diese Modelle sind inzwischen verschwunden.
Während sich der Mustang bislang in diesem Jahr gut verkauft, liegen die Absatzzahlen um mehrere Tausend unter dem Niveau von vor zehn Jahren. Eine Erweiterung der Mustang-Familie um einen Viertürer könnte die Auslastung des Werks erhöhen, ohne dass die Entwicklung oder Anpassung für Ford allzu teuer wäre.
Auch wenn Limousinen nicht mehr so gefragt sind wie früher, bieten mehrere Hersteller sie weiterhin an. Selbst General Motors bereitet eine neue Limousinen-Plattform vor, die einen neuen Cadillac CT5 tragen soll und vermutlich dazu führt, dass Chevrolet den Camaro wiederbelebt. Dodge macht sich ebenfalls bereit, dem Charger wieder einen V8 zu verpassen.
Motor1 meint: Da Ford 2019 bereits mit dem Mustang Mach-E Schockwellen durch die Welt der Autoenthusiasten schickte, wirkt eine Mustang-Limousine nicht mehr wie der ganz radikale Schritt. Klar ist: Der Mustang ist längst mehr als Coupé oder Cabrio. Sollte eine viertürige Variante kommen, dürfte das durchaus neue Käufer anziehen, solange die entscheidenden Eigenschaften und die Performance stimmen.
Quelle: Automotive News
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