Ford F-150 XLT (2026) kommt offiziell nach Europa
Fullsize-Pick-up mit V8, Allrad und riesiger Ladefläche startet offiziell über Hedin US Motor
Der Ford F-150 ist in den USA seit Jahrzehnten eine feste Größe – nicht nur Bestseller, sondern gewissermaßen Grundversorgung auf vier Rädern. In Europa spielte der Fullsize-Pick-up bisher dagegen eher die Rolle des Exoten: importiert, bestaunt, selten im Alltag gesehen. Das ändert sich jetzt. 2026 kommt der F-150 offiziell als XLT nach Europa.
Und das ist tatsächlich bemerkenswert. Der RAM Rampage zeigt, wie sehr sich das Segment andernorts bereits in Richtung Kompaktformat verschiebt – während Ford konsequent beim klassischen Rezept bleibt: V8, Leiterrahmen, große Ladefläche und eine Anhängelast, die ernsthafte Caravan-Liebhaber aufhorchen lässt.
Bildergalerie: Ford F-150 XLT (2026)
Der Vertrieb läuft über Hedin US Motor, die den Pick-up in mehreren europäischen Märkten anbieten. Der XLT markiert dabei den Einstieg. Preislich geht es bei rund 76.500 Euro los. Unter der Haube bleibt Ford angenehm amerikanisch.
Statt Downsizing oder Hybridisierung arbeitet hier ein klassischer 5,0-Liter-Coyote-V8 mit 406 PS und 556 Newtonmetern. Gekoppelt an eine Zehnstufen-Automatik, serienmäßig mit Allrad. Ein zentrales Argument bleibt die Anhängelast. Bis zu 3,5 Tonnen darf der F-150 ziehen.
Damit bewegt er sich genau in der Liga, in der große Wohnwagen, Bootsanhänger oder Autotrailer zum Alltag gehören. Gleichzeitig bietet die offene Ladefläche das, was viele europäische Pick-ups nur eingeschränkt liefern: Platz ohne Diskussion. Fahrräder, Baustellenmaterial oder der spontane Baumarktbesuch verschwinden hier mit Gelassenheit.
Optisch macht der XLT keinen Hehl aus seiner Herkunft. Viel Chrom, klare Linien und diese typische „Mach Platz“-Front. Mit über 5,80 Metern Länge ist der F-150 kein Fahrzeug, das man nebenbei parkt. Eher eines, für das man vorher kurz den Lageplan checkt.
Innen zeigt sich der große Ford moderner, als es das Klischee vermuten lässt. Digitale Instrumente treffen auf einen großen Touchscreen, dazu kommen erfreulich viele echte Tasten. Gerade im Alltag ein Vorteil: Klimaanlage, Lautstärke oder Fahrprogramme lassen sich direkt bedienen.
Die Ausstattung bewegt sich auf gehobenem Niveau: beheizbare und elektrisch verstellbare Sitze, Apple CarPlay und Android Auto, diverse Assistenzsysteme. 360-Grad-Kamera, Totwinkelwarner und Spurhaltehelfer sind ebenfalls an Bord. Klingt nach Standard – bekommt in dieser Fahrzeuggröße aber schnell eine andere Bedeutung.
Auch beim Platzangebot liefert der F-150 ab. Die SuperCrew-Kabine bietet im Fond Verhältnisse, die eher an ein großes SUV erinnern als an ein Nutzfahrzeug. Vorne sorgt eine üppige Mittelkonsole für reichlich Stauraum – inklusive der Option, mehr als nur Kleinkram unterzubringen.
Technisch wurde das Modell ebenfalls überarbeitet. Neue LED-Leuchten, ein aktualisiertes Infotainment und zusätzliche Vernetzungsfunktionen halten den F-150 auf aktuellem Stand. Verschiedene Fahrmodi für Straße, Anhängerbetrieb oder leichtes Gelände unterstreichen den Anspruch als vielseitiger Alltags-Truck. Kein Hardcore-Offroader, sondern ein Arbeitsgerät mit Komfortreserve.
Unterm Strich dürfte der XLT für viele der sinnvollste Einstieg in die F-150-Welt sein. Während importierte US-Modelle schnell die 80.000-Euro-Marke überschreiten, bleibt diese Variante vergleichsweise erschwinglich.
Und der F-150 kommt nicht allein. Mit dem elektrischen Lightning hat Ford bereits gezeigt, wie schnell ein Pick-up sein kann. Gleichzeitig deutet die Rückkehr des RAM TRX darauf hin, dass das Kapitel "Hubraum statt Haltung" noch lange nicht zu Ende ist.
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