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Rossmönster Baja Plus und Trail 72: Zwei Offroad-Camper, zwei Extreme
Der Baja Plus setzt auf Raum und Autarkie, der Trail 72 auf maximale Härte im Gelände

Bild von: Rossmönster
Fabian Grass 
Von: Fabian Grass
29. Mai um 19:18 Uhr
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Mit dem Baja Plus und dem Baja Trail 72 präsentiert Rossmönster zwei Offroad-Camper, die nicht nur weit kommen, sondern auch lange durchhalten sollen. Während der eine auf viel Platz und Autarkie setzt, punktet der andere mit kompakteren Abmessungen und noch mehr Geländefokus.
Damit baut Rossmönster weiter an seiner Baja-Familie zwischen Expeditionsmobil und rollender Werkzeugkiste fürs Fernweh. Mit dem Baja Plus schiebt die US-Marke ihr größtes Modell ins Gelände, während der Baja Trail 72 zeigt, wie weit sich ein ohnehin rustikaler Offroad-Camper für den Wüsteneinsatz schärfen lässt.
Bildergalerie: Rossmönster Baja Plus (2026) auf Ford F-550

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Quelle: Rossmönster
Beim Baja Plus ist der Name Programm. Das "Plus" steht hier nicht für ein paar Zierleisten oder ein Zusatzfach im Kleiderschrank, sondern vor allem für mehr Platz, mehr Reserven und ein größeres Chassis. Als größtes Modell der Baja-Baureihe basiert der Baja Plus auf einem Ford F-550 oder einem Ram 5500.
Der Baja Plus nutzt einen festwandigen Hubaufbau, der per Knopfdruck aufgestellt wird. Im ausgefahrenen Zustand stehen innen rund 198 bis 203 Zentimeter Innenhöhe zur Verfügung, im abgesenkten Zustand sinkt die Silhouette ab, was Fahrstabilität und Schwerpunkt zugutekommen soll.



Bilder von: Rossmönster
Bilder von: Rossmönster
Im Innenraum setzt der Rossmönster auf einen deutlich wohnlicheren Ansatz als viele klassische Offroad-Autos. Es gibt zwei Grundrisse: LX und EX. Der LX-Grundriss priorisiert ein vollwertiges Nassbad mit Duschkabine, Teakbodeneinsatz und mehr Privatsphäre. Der EX-Grundriss ersetzt diese feste Lösung durch eine klappbare Dusche und bietet dafür mehr Arbeitsfläche, mehr Kühlschrankvolumen und etwas mehr Bewegungsfreiheit im Wohnraum.
Überhaupt fallen die Kapazitäten üppig aus: Rossmönster nennt bis zu 257 Liter Frischwasser, bis zu 1.620 Ah Lithium-Eisenphosphat-Batteriekapazität, bis zu 800 Watt Solarpower und einen 3.000-Watt-Wechselrichter. Dazu kommen 12-Volt-Klimaanlage, Warmwasser-System, Hydronic-Heizung und sogar eine wassergeführte Fußbodenheizung.



Bilder von: Rossmönster
Bilder von: Rossmönster
Auch bei Schlaf- und Sitzplätzen geizt das Plus-Modell nicht. Je nach Ausbau sollen bis zu sechs Personen mitfahren und bis zu sechs Personen sollen darin schlafen können. Das Alkovenbett misst rund 152 x 208 Zentimeter und die Sitzgruppe lässt sich zu einer weiteren Liegefläche umbauen.
Hinzu kommen große umlaufende Fenster, ein Durchstieg zwischen Fahrerhaus und Wohnbereich, obere und untere Schränke, ein Lagun-Tischsystem sowie eine Küche mit Induktionskochfeld, Spüle, Kühlschrank und je nach Ausführung Mikrowelle, Ofen und Airfryer. Im Baja Plus kann man also nicht nur verschwinden, sondern dabei offenbar auch erstaunlich ordentlich frühstücken.



Bilder von: Rossmönster
Bilder von: Rossmönster
Dass Rossmönster das Modell trotz Wohnfokus nicht als reines Luxusmobil versteht, zeigen die Fahrwerks- und Offroad-Zutaten. Genannt werden unter anderem eine LiquidSpring-Federung, der Super-Single-Umbau, hochgelegte Kotflügel, 335/80R20- beziehungsweise 335/88R20-Bereifung, eine 20.000-lb-Winde, eine große Baja-Designs-Lichtleiste, Befestigungsflächen am Heck, eine Fiamma-Markise und eine Vorverkabelung für Starlink.
Wenn der Baja Plus die rollende Berghütte mit Offroad-Diplom ist, dann gibt der Rossmönster Baja Trail 72 den Athleten mit Sand in den Lagern. Er ist kompakter, baut auf einem Ford F-350 auf und kombiniert das gleiche Grundprinzip aus Hubdach, Wohnraum und ernsthafter Geländetauglichkeit mit schmaleren Außenmaßen als der Plus.
Bildergalerie: Rossmönster Baja Trail 72 (2026) auf Ford F-350

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Quelle: Rossmönster
Schon die Standardversion bringt einiges mit, was im Gelände nicht nach Dekoration aussieht: Carli-Pintop-3,5-Zoll-Fahrwerk, Method-HD-Räder und 37-Zoll-BFG-KO2-Reifen. Innen bleibt der Trail weitgehend beim bekannten Baja-Rezept und bietet eine modulare Dinette, eine umbaubare Schlafmöglichkeit, Kühlschrank, Induktionskochfeld, ausziehbare Arbeitsfläche sowie Heizung, Lüftung und 12-Volt-Klimatisierung.
Der eigentliche Sonderfall ist aber der Baja Trail 72. Rossmönster bezeichnet ihn als „greatest Rossmonster to ever exist“, was man als ziemlich selbstbewusste Ansage verbuchen darf. Die Basis bleibt beim F-350, doch laut Hersteller stammen rund 80 Prozent der Sonderanfertigungen von Extreme Motorsports.



Bilder von: Rossmönster
Bilder von: Rossmönster
Besonders weit geht Rossmönster beim Umbau der Vorderachse. Genannt werden 7,6-Zentimeter-Front-Bypass-Dämpfer, 6,4-Zentimeter-Bump-Stops und ein kompletter 5,1-Zentimeter-Engine-Hoop. Von der Stange bleiben an diesem Truck laut Rossmönster nur Radius-Arms, Track-Bar, Stabilisator und hintere Blattfedern aus dem Carli-Regal.
Im Heck arbeitet der Baja Trail 72 stattdessen mit einem maßgeschneiderten Frame-Cage und einer angebundenen Shock-Tower-Konstruktion. Das ist die Art Umbau, bei der schon die Teileliste klingt, als müsste man sie mit Schutzbrille lesen.



Bilder von: Rossmönster
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Damit schiebt Rossmönster den Trail 72 deutlich stärker in Richtung High-Speed-Offroad als den regulären Baja Trail. Der Baja Plus ist das Modell für längere Autarkie und mehr Komfort, der Trail 72 dagegen die schärfer gezeichnete Wüstenversion derselben Idee.
Unterm Strich erweitert Rossmönster die Baja-Welt in zwei Richtungen: Der Plus setzt auf Raum und Reichweite, der Trail 72 auf kompromisslosen Offroad-Einsatz. Wer einen Pickup-Camper mit Allrad will, schaut oft zum Auriga Explorer auf Ford-Ranger-Basis, wer ein klassisches Alkovenmobil mit Allrad bevorzugt, landet eher beim Dopfer 332 A.
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