Sagen Sie Hallo zum "Mercedes Model S". Aber ist größer wirklich besser?

Fahrende, noch sehr stark abgeklebte Prototypen der nächsten Mercedes S-Klasse haben wir bereits mehrmals gesehen. Das Interieur des neuen S-Benz war bisher aber noch ein recht gut gehütetes Geheimnis. Das ändert sich nun. Zumindest ein wenig. Unsere neuesten Erlkönigbilder des schwäbischen Flaggschiffs geben uns erstmals einen Eindruck vom Innenraum. Und der wird beim W223 - etwas überraschend - deutlich anders aussehen als bisher. Inklusive eines wahrhaft monumentalen Zentral-Touchscreens.

Schöne Grüße aus Kalifornien, möchte man sich auf den ersten Blick denken. Der XXL-Bildschirm, der da aus der Mittelkonsole erwächst sieht schon arg nach Tesla Model S aus. Wobei er bei genauerem Hinsehen etwas kleiner wirkt als die 17-Zoll-Wuchtbrumme des Musk-Mobils. Knöpfe sucht man weitgehend vergebens. Ob sich in der schwarzen Fläche unter dem Screen Touch-sensitive Oberflächen wie zum Beispiel beim Porsche Panamera befinden, muss man aber noch abwarten. 

Das digitale Instrumentendisplay sieht hingegen so aus, wie das auch jetzt schon bei Mercedes der Fall ist. Aktuell gibt es in der S-Klasse ein 12,3-Zoll-Display für die Anzeigen. Das wird sich wohl nicht großartig ändern. Was wir sonst noch zum Innenraum der nächsten S-Klasse sagen können? Nicht all zu viel, was an der generösen Auskleidung mit Tarnstoff liegt. Wir fragen uns jedoch, wo man neuerdings die Lüftungsdüsen unterbringen will. Über dem elefantösen Bildschirm scheint kaum noch Platz zu sein. Aber mit Sicherheit hat der Stern auch hier eine extrem schlaue Lösung parat. 

Die Fans unter Ihnen mögen sich vielleicht an den Mai 2018 erinnern, als Mercedes ein paar Vorab-Details zum Interieur seiner nächsten S-Klasse veröffentlichte. Damals deutete Hartmut Sinkwitz, Direktor fürs Interieur-Design, an, dass der W223 sich am Maybach Ultimate Luxury Concept orientieren werde. Er sagte auch, dass es eine Hightech-Konfiguration mit großen Screens und komplexer Ambiente-Beleuchtung geben würde. 

Gerüchten zufolge soll die nächste S-Klasse nur noch mit langem Radstand kommen. Die Produktion soll 2020 im neuen Werk 56 in Sindelfingen starten. Die zugehörige Maybach-Variante wird womöglich über die nächste Generation von Daimlers Magic Body Control verfügen. Hier scannt eine eigene Kamera die vorausliegende Straße und schickt die gesammelten Informationen an eine zentrale Steuereinheit, die dann das Fahrwerk entsprechend vorkonditioniert. Außerdem könnte der Maybach die einzig verbleibende S-Klasse mit V12-Motor sein.

Fotos: CarPix

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