Porsche Panamera GTS (2019) im Test

Was ist das?

GTS: Diese drei Buchstaben stehen bei Porsche seit dem legendären 904 Carrera GTS für viel Sportlichkeit. Allerdings haben sich in den letzten 55 Jahren die Eckpunkte ziemlich verschoben: Genügten beim für die Rennstrecke entwickelten 904 noch zarte 650 Kilogramm und 155 PS, bebt nun der Boden. Porschosaurus Rex buhlt um Aufmerkamkeit. In Zuffenhausen hat man den Panamera und sein praktischen Bruder Sport Turismo (bloß nicht Kombi sagen, das Wort steht bei Porsche auf der schwarzen Liste) jetzt angespitzt. Das Resultat heißt GTS. „Geil, teuer, sportlich“ oder „Gaga und total schwachsinnig“? Wir haben die flotte Limousine getestet.

Was ist neu?

Skepsis scheint im ersten Moment angebracht, denn beide Panamera GTS wiegen bereits leer um die zwei Tonnen. Nix mehr mit 904, den man sich quasi überstreift. Allerdings soll man aus dem Panamera auch nicht nach zwei Stunden gefaltet und taub aussteigen. Daher packt Porsche den bekannten Vierliter-Biturbo-V8 unter die Haube, fürs grüne Gewissen gibt es einen Ottopartikelfilter dazu. (Zugegeben, wirklich grün ist an diesem Auto nur die optionale Lackierung. Aber bald kommt ja der elektrische Taycan …)

460 PS und 620 Newtonmeter Drehmoment schieben den Panamera GTS voran, ein Plus von 20 PS und vor allem 100 Nm gegenüber dem alten Modell. Genug Tinte auf dem Füller jedenfalls, um den GTS in 4,1 Sekunden auf 100...