Die günstigsten Neuwagen mit Diesel 2025
Günstig ist hier relativ, die Auswahl wird immer überschaubarer
Der Höhenflug des Diesel ist vorbei: Nur noch gut 15 Prozent aller Neuzulassungen in Deutschland hatten im Mai 2025 einen Selbstzünder unter der Haube. Und dort handelt es sich meist um große Dienstwagen-Modelle der Premiummodelle. In kleineren Klassen ist der Diesel kaum noch existent. Kleinwagen findet man damit hierzulande gar nicht mehr, aber selbst in der populären Kompaktklasse ist der Diesel ein Auslaufmodell.
Immer höhere Kosten für die Abgasreinigung treiben die Preise in die Höhe. Und vermutlich drehen die Firmen selbst auch ein wenig an der Schraube, um die Konsumenten weg vom Diesel zu treiben. Wie dem auch sei: In unseren Top 5 der günstigsten Selbstzünder in Deutschland findet sich nur ein Modell unter 30.000 Euro, die anderen vier Neuwagen liegen darüber.
Fiat Tipo
Eines vorweg: Dacia hat gar keinen Diesel mehr im Programm, deswegen taucht die Günstigmarke hier nicht auf. Der Titel des derzeit günstigsten Diesel-Neuwagens in Deutschland gebührt dem Fiat Tipo Easy mit 130 PS aus 1,6 Liter Hubraum mit Schaltgetriebe. Genug für 320 Nm Drehmoment, 9,8 Sekunden auf 100 und 208 km/h Spitze. Verbrauch: 4,6 bis 4,7 Liter auf 100 km.
Bildergalerie: Fiat Tipo Limousine Easy (2024)
Es gibt den Diesel-Tipo nur als Limousine mit Stufenheck. Los geht es bei 19.990 Euro inklusive manueller Klimaanlage. Wie lange dieses Fahrzeug bei Fiat noch erhältlich sein wird ist noch offen. Schließlich wird der Tipo schon seit 2015 gebaut.
Skoda Octavia
Unser Platz zwei macht beim Preis einen gehörigen Satz nach oben: Mindestens 31.510 Euro kostet der Skoda Octavia 2.0 TDI als Limousine. Immerhin ist die Basisversion bereits mit Klimaautomatik, Sitzheizung vorne und Digitalcockpit ausgerüstet. Der Diesel unter der Haube leistet 116 PS und liefert 300 Nm Drehmoment.
Bildergalerie: Skoda Octavia 1.5 mHEV Limousine (2024) in Graphite Grey
Hinzu gesellt sich ein Sechsgang-Schaltgetriebe. Fahrleistungen? 10,4 Sekunden auf 100 km/h, 214 km/h Spitze. Verbrauch? Zwischen 4,0 und 5,2 Liter.
VW Golf
Immerhin gibt es Deutschlands meistverkauftes Auto noch mit Diesel. Schließlich machte der Golf den Diesel in den 1970er-Jahren populär. Der VW Golf Fünftürer hat als Basis-Selbstzünder den gleichen 2.0 TDI mit 6-Gang-Schaltgetriebe und 300 Nm Drehmoment wie der Octavia an Bord.
Bildergalerie: VW Volkswagen Golf 8 TDI Test
Verbrauch laut Hersteller: 4,3 bis 4,5 Liter. 10,2 Sekunden braucht der Golf auf Tempo 100, bei 202 km/h ist Schluss. Preis: ab 32.085 Euro.
Opel Astra
Im Stellantis-Konzern hat sich der Diesel außerhalb der Nutzfahrzeug-Sparte rar gemacht. Opel bietet noch eine 1,5-Liter-Maschine mit 130 PS in der Astra-Baureihe an. Die weiteren Eckdaten: 300 Nm Drehmoment, 10,6 Sekunden auf 100 km/h, 209 Spitze, 5,0 Liter Werksverbrauch.
Bildergalerie: Opel Astra Sports Tourer 1.5 Diesel (2023) im Dauertest, Teil 1
Und eine serienmäßige 8-Gang-Automatik, die den recht hohen Einstiegspreis des Fünftürers von 33.460 Euro erklärt. Einen Kombi gibt es bei Bedarf auch.
Ford Focus
Im Herbst 2025 will Ford die Produktion des Focus einstellen. Bis dahin ist er eine der wenigen Optionen, an einen kompakten Diesel zu kommen. Der nennt sich im Focus "1.5 EcoBlue". Ein Vierzylinder mit 115 PS und 250 Nm Drehmoment. 11,8 Sekunden und 190 km/h Spitze sowie zwischen 4,9 und 5,8 Liter Werksverbrauch lauten die weiteren Parameter beim Fünftürer.
Bildergalerie: Ford Focus 1.0 EcoBoost (2024) im Test
Wie schon beim Astra sorgt eine 8-Gang-Automatik für eine kräftige Summe auf dem Schild. Hinzu kommt eine bereits an der Basis üppige Serienausstattung mit 13,2-Zoll-Navi und vielem mehr. Die logische Folge: Erst bei 36.100 Euro geht der Spaß los.
Nicht in die Wertung geschafft haben es übrigens der Seat Leon (hier ist das neue Modelljahr noch nicht im Konfigurator, bislang begann der Diesel bei 34.180 Euro), der BMW 118d (38.900 Euro), der Alfa Romeo Tonale (40.800 Euro) und der Peugeot 308 (36.490 Euro, Facelift in Kürze). Und wie immer bei Neuwagen gilt: Individuelle Rabatte und regionale Händleraktionen können die Listenpreise senken.
Auch interessant
Stellantis bündelt seine Kräfte auf vier Marken
Letzte Chance für Verbrenner-Macan: Porsche stockt Bestand vor Produktionsende auf
Opel GSE 27FE (2027): Erste "brutale" Runden für Formel-E-Boliden
Range Rover SV Ultra: Spitzenmodell wird zum Konzertsaal
Irmscher Opel Frontera "Cross": Neues Opel-Tuning fürs Grobe
Bentley Flying Spur: Zweites Facelift am Nürburgring erwischt
Opel Astra Facelift (2026): Frischer Kompakt-Blitz im Test