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Für eine persönlichere Erfahrung

Liberty Walk raubt dem Dodge Challenger das letzte Bisschen Subtilität

Geschraubter Mega-Breitbau, Kampfjet-Optik und verstellbares Luftfahrwerk für den Muscle Car-König

Liberty Walk Dodge Challenger
Bild von: Liberty Walk

Liberty Walk hat ein Breitbau-Kit für den Dodge Challenger vorgestellt, das selbst die serienmäßigen Widebody-Versionen der Neo-Muscle Car-Ikone recht subtil erscheinen lässt. Lackiert ist der Wagen in einem an Kampfflugzeuge erinnernden Grau. Er folgt der bekannten LB-WORKS-Formel der Marke: stark ausgestellte, genietete Kotflügel, auffällige Spoiler-Anbauten und extremer Tiefgang.

Dieser konkrete Umbau basiert auf einem frühen Exemplar der dritten Challenger-Generation - also vor dem 2014er-Facelift. Dodge bot das Erfolgsmodell zwischen 2008 und 2023 mit V6- und V8-Motoren an. Liberty Walk ließ die Substanz des Muscle Cars unangetastet, baute jedoch alles drumherum neu auf. 

Widebody-Kit und Kampfjet-Optik

Bei dem Kit handelt es sich um das LB-WORKS-Paket für den Dodge Challenger, das Liberty Walk als komplette Karosserie-Umrüstung aufführt. Es umfasst vordere und hintere Breitbau-Kotflügel, eine Frontlippe, eine Motorhaube mit offenen Entlüftungen sowie einen dreiteiligen Ducktail-Spoiler. Alles wird im markentypischen Stil mit sichtbaren Verschraubungen montiert. Bündige Integration in die Karosserie ist nicht die Welt der umtriebigen Japaner.

Bei diesem Fahrzeug spannen sich die Kotflügel über schwarze Räder im Y-Speichen-Design. Die Fahrzeughöhe regelt ein verstellbares Luftfahrwerk: So kann der Challenger für Fotos besonders tief abgesenkt werden und anschließend für die Fahrt wieder an Höhe gewinnen.

Liberty Walk hat sich mit genau diesem Rezept einen Namen gemacht: eine vertraute Form nehmen, Breite und Stance deutlich überzeichnen und die Anbauteile sichtbar verschrauben. Diese Herangehensweise hat auch verändert, wie Widebody-Kits und ihr Einfluss auf den Wiederverkaufswert wahrgenommen werden.

Liberty Walk Dodge Challenger

Liberty Walk Dodge Challenger

Bild von: Liberty Walk

Basis: Dodge Challenger der dritten Generation

Unter der Karosserie hat Liberty Walk die Struktur des Fahrzeugs nicht verändert, um die Kotflügel passend zu machen. Die breiten Radläufe wurden wie beim Tuner üblich auf die bestehende Karosserie geschraubt - anders als das etwa bei den popkulturell relevanten Porsche 911-Umbauten von Rauh Welt Begriff der Fall ist. Dort schneidet Gründer Akira Nakai die Elfer-Kotflügel grundsätzlich auseinander - eine Praxis, die von Puristen verachtet wird. 

Die serienmäßige Challenger-Palette reicht vom V6-Basismodell bis zum SRT Hellcat mit 727 PS. Später folgte eine Hellcat Redeye-Variante, die sogar 808 PS ausspuckt. Die stärkste Variante Demon 170 kommt gar auf 1.039 PS, absolviert die Viertelmeile in 8,91 Sekunden und beschleunigt in 1,66 Sekunden von 0 auf 97 km/h. Liberty Walks eigenes Demo-Fahrzeug bleibt näher am Straßeneinsatz und setzt auf eine speziell angefertigte Abgasanlage mit variabler Klappensteuerung, statt Demon-Leistungswerte anzustreben.


Motor1 meint: Der Kampfjet-Challenger von Liberty Walk zeigt, dass die LB-WORKS-Formel weiterhin Aufmerksamkeit erzeugt, ohne die Technik des Autos grundsätzlich anzutasten. Das ist wichtig, wenn spektakuläre Optik gefragt ist, die Alltagstauglichkeit aber nicht völlig verloren gehen soll. Entscheidend bleiben Passgenauigkeit, Bodenfreiheit und die Frage, wie das Luftfahrwerk mit schlechten Straßen zurechtkommt.