Das erste neue BMW Alpina-Modell wird eine große V8-Limousine
Es wird zwischen dem 7er und dem Rolls-Royce Ghost angesiedelt sein
Man kann mit Sicherheit sagen, dass der Vision BMW Alpina am Wochenende beim Concorso d’Eleganza Villa d’Este 2026 alle Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Das imposante Luxus-Coupé ist als viersitziger Gran Turismo ausgelegt – und wird dennoch nicht das erste Modell der Alpina-Ära unter BMW sein.
Tatsächlich könnte es sein, dass es nie in Serie geht. Vorerst wird der elegante GT als "One-of-One-Designstudie" geführt. Parallel dazu verpasst die neu aufgestellte Submarke derzeit einer großen Limousine den Feinschliff.
Bildergalerie: BMW 7er (2026)
BMW hat bestätigt, dass das erste Alpina-Modell seit der Übernahme des Markennamens auf dem 7er basiert. Es soll irgendwann im kommenden Jahr mit einem V8-Motor erscheinen und als geistiger Nachfolger des B7 dienen, der zuletzt 2022 angeboten wurde. Logisch wäre, dass die stattliche Limousine eng auf dem kürzlich gelifteten Münchner Flaggschiff aufbaut. Gleichzeitig heißt es, sie werde "unverkennbar BMW Alpina" sein.
Was diese Aussage konkret bedeutet, liegt nahe: Einige Design-Elemente des Coupé-Konzepts könnten in die Serien-Limousine einfließen. Tatsächlich übernimmt der Vision BMW Alpina weitgehend das Cockpit-Layout des jüngst überarbeiteten 7ers – inklusive Beifahrer-Display. Auch der gewaltige Auftritt des Showcars mit einer Länge von 5.200 Millimeter deutet an, dass es problemlos als 7er Coupé oder etwas in dieser Richtung durchgehen könnte.
Der überarbeitete 7er verzichtet derzeit auf einen V8, weil der 760i noch keinen direkten Nachfolger erhalten hat. BMW hat jedoch bereits bestätigt, dass 2027 ein M-Performance-Modell mit Achtzylinder kommt. Es würde daher passen, wenn die Alpina-Variante eng mit dem verwandt ist, was Insider als M760 bezeichnen.
Alpina-Modelle aus der Zeit vor der BMW-Übernahme setzten auf eigenständig abgestimmte Motoren – und das kommende Modell dürfte diese Tradition fortführen. Das Vision-Konzept sprach von einem "V8-Antrieb, abgestimmt auf die charakteristischen Noten der Alpina-Abgasanlage: satt und tief bei niedrigen Geschwindigkeiten, sonor bei hohen Drehzahlen". Bei der Leistung ist mit einem deutlichen Plus gegenüber den 544 PS des turboaufgeladenen 4,4-Liter-V8 im früheren 760i zu rechnen.
Doch der neue Alpina 7er wird sich voraussichtlich nicht auf kompromisslose Performance konzentrieren – diese Rolle dürfte dem M760 zufallen. Stattdessen soll ein besonders souveräner, luxuriöser Fahrkomfort im Vordergrund stehen, angedeutet durch die Comfort+-Einstellung des Konzepts.
Details sind noch rar, aber dieser Modus scheint als exklusives Angebot für Kunden gedacht zu sein, die über einen normalen BMW hinausgehen wollen: "eine Abstimmung jenseits der serienmäßigen BMW-Komfortkalibrierung, die einen geschmeidigeren, kultivierteren Charakter liefert". Das passt zur früheren Ausrichtung von Alpina: Schnell und stark, aber kein M, sondern mit hohem Reisekomfort.
Das größte offene Thema ist, wie sich der künftige Alpina 7er vom regulären BMW absetzen wird. Frühere Modelle standen für zurückhaltende Eleganz. Die riesigen Nierengrills des Vision-Konzepts machen das große Coupé allerdings deutlich weniger diskret als ein früherer B7. Einige Elemente des Einzelstücks dürften dennoch in die Limousine einfließen – denn es wäre wenig plausibel, ein Konzept zu zeigen, das so weit von einem kommenden Serienmodell entfernt ist.
BMW scheint eine Nische gefunden zu haben, von der wir ehrlich gesagt nicht einmal wussten, dass es sie gibt. Alpina dürfte sich irgendwo zwischen einem voll ausgestatteten 7er und einem Einstiegs-Rolls-Royce Ghost positionieren. Unabhängig davon, wo genau es in der Hierarchie des BMW-Konzerns landet: Es ist erfreulich, dass der erste Alpina der neuen Ära eine Limousine wird – und kein SUV.
Ein SUV dürfte dennoch nicht lange auf sich warten lassen. Da 2027 ein X7 der zweiten Generation ansteht, wäre es keine Überraschung, wenn BMW Alpina noch vor Ende des Jahrzehnts einen Nachfolger für den XB7 bringt. Hoffentlich schafft es auch ein Coupé in der Größenordnung und im Luxus-Anspruch der Vision-Studie irgendwann in die Serie – und füllt die Lücke, die das Auslaufen des 8er Coupé hinterlassen hat.
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