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BMW erklärt, warum der M2 nach 11 Jahren erstmals Allradantrieb kriegt

Es hat unter anderem mit einer unsäglichen Angewohnheit amerikanischer Käufer zu tun

2027 BMW M2 xDrive (Europäisches Modell gezeigt)

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Stefan Wagner Stefan Wagner

Von: Stefan Wagner

16. Jul. um 11:54 Uhr

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Dass es Allradantrieb in einem BMW M gibt, ist nichts spektakulär Neues. Im M5 führte man xDrive 2017 ein, im M3 und M4 war es 2021 soweit. Ganz neu sind vier angetriebene Räder allerdings im kleinsten Angebot der Garchinger. Erstmals seit dem Start der Baureihe im Jahr 2015 können Kunden nun eine xDrive-Version des BMW M2 ordern. Und die Gründe dafür sind durchaus kurios.

Im Gespräch mit Bimmer Today erklärte BMW-M-Chef Frank van Meel, dass Kunden im Nordosten der USA (New York, New Jersey und Pennsylvania) sowie im Mittleren Westen (Illinois, Michigan, Ohio) selbst im Frühling und Sommer häufig Ganzjahresreifen nutzen. Deshalb sei ein heckgetriebener M2 dort „schlicht nicht praktikabel“. Offenbar gab es von diesen Kunden „eine große Nachfrage“.

Deutschen M2-Fans dürften sich beim Gedanken an Ganzjahresreifen auf dem beliebten Performance-Pitbull die Zehennägel aufstellen, aber auf der anderen Seite des großen Teichs laufen die Dinge eben schon immer ein bisschen anders. 

2027 BMW M2 xDrive (europäisches Modell abgebildet)

2027 BMW M2 xDrive

Bild von: BMW

Allradantrieb für den BMW M2

Es ist nicht das erste Mal, dass erhöhte Nachfrage aus den USA BMW dazu bewegt hat, ein neues Auto oder ein neues Ausstattungsmerkmal speziell für diesen Markt anzubieten. Denken wir nur an die Handschalter-Varianten des E60 M5 und F10 M5, die ausschließlich in Nordamerika verkauft wurden. Selbiges gilt für den noch relativ frischen M3 CS Handschalter. Europäische Puristen grämten sich damals wie heute, doch in Nordamerika hat das Schaltgetriebe bei sportlichen Fahrzeugen noch einen ganz anderen Stellenwert als hiert. 

BMW erklärt, dass die USA ein wichtiger Treiber für die Serienfreigabe des M2 xDrive waren, zugleich habe es aber auch in der Schweiz eine große Nachfrage gegeben. Wie der Norden der USA ist die Schweiz natürlich sehr schneereich, weshalb der Wunsch nach einem allradgetriebenen Sportwagen nachvollziehbar ist. Gleiches könnte man aber natürlich auch von Deutschland behaupten. Wie die Zugriffsraten hierzulande sein werden, wird sich zeigen.

Wie die allradgetriebenen M3 und M4 ist auch der M2 xDrive schneller als sein heckgetriebenes Pendant, schafft den Sprint von 0-100 km/h in 3,7 Sekunden. Zum Vergleich: Der M2 mit Hinterradantrieb benötigt mit der Achtgang-Automatik 4,0Sekunden.

Den Freunden des Hinterradantriebs sei noch gesagt: In Deutschland ersetzt der M2 xDrive nicht den regulären M2 mit Automatikgetriebe, er ergänzt lediglich das Portfolio. Auch der Handschalter (nur mit Hinterradantrieb) bleibt im Programm. Alle Varianten nutzen weiterhin den 3,0-Liter-Reihensechszylinder S58 mit Biturbo-Aufladung mit 480 PS und 600 Nm Drehmoment.

Für das Modelljahr 2027 hat BMW allerdings einige Änderungen am S58 vorgenommen, um den Motor mit der neuen Abgasnorm Euro 7 kompatibel zu machen. Dazu gehört unter anderem die Vorkammerzündungstechnologie M-Ignite. Die Entwicklung stammt aus dem Motorsport und soll ab Mitte 2026 in allen Reihensechszylinder-Motoren von BMW M eingesetzt werden. Ziel der Technologie ist eine effizientere Verbrennung, insbesondere im Hochlastbereich. Dadurch sinkt der Kraftstoffverbrauch unter hoher Belastung, während gleichzeitig die Anforderungen zukünftiger Emissionsvorschriften erfüllt werden können.

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Quelle: Bimmer Today via BMW Blog

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