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Für eine persönlichere Erfahrung

Lamborghini Revuelto SV: Debüt steht wohl kurz bevor

Die sperrige Tarnung löst sich langsam auf und der Superveloce scheint bereit für die große Bühne

Lamborghini Revuelto SV screenshot from spy video
Bild von: Varryx

Möglicherweise dauert es nun nicht mehr allzu lange, ehe der Lamborghini Revuelto SV offiziell enthüllt wird. Ein neuer Prototyp wurde vom Instagram-Nutzer varryx_ in Sant’Agata Bolognese gesichtet – und diesmal trug er nicht die üblichen dicken Tarnschichten.

Stattdessen setzte Lamborghini auf eine deutlich dünnere Tarnfolie, die an die Schutzverkleidung erinnert, mit der Premiumhersteller häufig ihre Fahrzeuge an Kunden ausliefern. Wenn die Tarnung Stück für Stück fällt, ist die Weltpremiere meist nicht mehr weit entfernt.

Auch wenn dieser Prototyp noch immer nahezu vollständig foliert ist, lässt sich  die größte geplante Änderung für den Superveloce kaum verbergen - unter der Tarn-Wulst am Heck erkennt man klar einen ziemlich präsenten Heckflügel. In der Abdeckung befindet sich eine Aussparung für die dritte Bremsleuchte, die in den Flügel integriert ist – was die Sicht nach hinten wohl kaum verbessert. Andererseits muss ein Lamborghini - abgesehen vom Urus natürlich - nicht unbedingt praktisch sein.

Am Heck ist außerdem zu sehen, dass der Stier nicht allzu viel Aufwand in die Befestigung des provisorischen Kennzeichens gesteckt hat. Selbiges baumelt schlicht an einem gelben Gurt, der an der Karosserie befestigt ist. Besonders professionell wirkt das nicht, erfüllt aber offenbar seinen Zweck – und die italienische Polizei scheint mit dieser Behelfslösung wohl kein Problem zu haben.

 

Auch die Front des Prototyps hält Lamborghini noch verborgen, wobei wir dort noch aggressiver gestaltete Lufteinlässe für eine bessere Kühlung und Aerodynamik erwarten. An den wenigen bewusst freigelegten Bereichen der Karosserie - A-Säulen und Spiegelkappen - fallen rote Akzente auf. Tatsächlich scheint sich der kontrastierende rote Streifen bis ganz nach hinten fortzusetzen – ganz im Stil des Aventador Pirelli Edition.

Unten angehängt ist ein separates Video des YouTubers Carspotter Jeroen, das einen ganzen Mix von SV-Testfahrzeugen bei der Arbeit auf dem Nürburgring zeigt. Einer davon fiel uns besonders auf: mit an den Rädern montierten Sensoren und Antennen wirkt er fast so, als würde er sich jeden Moment in die Lüfte schwingen.

In beiden Videos fehlt dem Motorsound allerdings etwas von der V12-Dramatik, die den Aventador und zuvor den Murciélago ausgezeichnet hat. Diese Modelle stammen eben aus einer anderen Zeit, als die Vorschriften noch längst nicht so streng waren wie im Jahr 2026. Trotzdem muss man Lamborghini zugutehalten, am V12 festzuhalten – auch wenn er mittlerweile zum Plug-in-Hybrid mutiert ist.

Wenn an den Gerüchten etwas dran ist, wird der SV ein seltener Anblick bleiben. Die Produktion soll angeblich auf nur 1.963 Exemplare begrenzt sein – vermutlich als Verweis auf das Jahr, in dem Ferruccio Lamborghini das Unternehmen gründete, um Ferrari die Stirn zu bieten. Außerdem ist von 1.080 PS die Rede, das wären 65 PS mehr als beim normalen Revuelto. Offiziell bestätigt ist diese Zahl bislang jedoch nicht.

Insider berichten, dass Lamborghini Käufern vier Optionen für die Platzierung des "SV"-Logos an der Karosserie anbietet, während schwarze Akzente das Modell zusätzlich vom regulären Revuelto abheben sollen. Im Innenraum übernimmt der schärfere Revuelto angeblich die Sitze des Fenomeno, zudem dürfte es eine spezielle Plakette geben, die auf die limitierte Auflage hinweist.

Es ist damit zu rechnen, dass die Hüllen schon in Bälde fallen – möglicherweise bereits im kommenden Monat während der Monterey Car Week. Beim Preis dürfte der Aufschlag gegenüber dem ohnehin schon schwindelerregenden Einstiegspreis des Revuelto (ab gut 500.000 Euro) erheblich ausfallen.


Motor1 meint: Es überrascht uns noch immer, dass Lamborghini seinem Flaggschiffmodell die SV-Behandlung verpasst, bevor überhaupt ein Roadster vorgestellt wurde. Andererseits sind neue V12-Supersportwagen grundsätzlich eine gute Nachricht. Spannend wird sein, ob der Revuelto SV im Vergleich zum Standardmodell etwas abspeckt, denn der Aventador SV war 50 Kilogramm leichter als das Basismodell.

So sehr wir uns auch eine Hardcore-Version ohne Plug-in-Hybrid-Antrieb wünschen würden, beim SV halten wir das für eher unwahrscheinlich. Ganz ausschließen würden wir so etwas im Lebenszyklus des Revuelto aber nicht. Gut denkbar wäre eine reine Track-Version mit in jeder Hinsicht maximal geschärftem Setup – ganz ähnlich wie beim auf dem Aventador basierenden Essenza SCV12.