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Dieser Kompakte ist das meistverkaufte Auto in China, aber warum?

Chinas heißestes Auto ist kein SUV, sondern ein sehr günstiger Kompakter. Könnte er auch bei uns funktionieren?

Warum ist dieser kompakte Fünftürer das meistverkaufte Auto in China?

Bild von: Motor1 Italia visual (AI-assisted)

Von: Fabio Gemelli

Übersetzt von: Stefan Wagner

Veröffentlicht von: Stefan Wagner

20. Jul. um 11:26 Uhr

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In China sorgt derzeit ein kleines Auto für großes Aufsehen – und vor allem für hohe Verkaufszahlen. Die Rede ist vom Geely E2, dem meistverkauften Fahrzeug des Landes im Jahr 2025. Auch 2026 scheint der kompakte Stromer diesen Titel bislang erfolgreich verteidigen zu können.

Offizielle Zahlen liegen zwar noch nicht vor, Schätzungen zufolge fand das kompakte Elektro-Schrägheck – je nach Markt auch als Geely EX2, Geely Galaxy Xingyuan oder Geome Xingyuan angeboten – allein im ersten Halbjahr 2026 rund 244.000 Käufer in China. Damit ließ es das Tesla Model Y (215.000 Einheiten), den Xiaomi SU7 (182.000) und den Leapmotor A10 (171.000) hinter sich.

Doch worauf basiert der Erfolg des Geely E2? Und könnte sich dieses Konzept auch in Europa durchsetzen?

Geely E2 (2026)

Geely E2 (2026)

Bild von: Geely

Der kleine Hatchback schlägt große SUVs

Der vergleichsweise schlichte fünftürige Kompakte von Geely – wenn auch mit Elektroantrieb – verkauft sich besser als einige der beliebtesten SUVs und Limousinen auf dem hart umkämpften chinesischen Automarkt. Sogenannte New Energy Vehicles (NEV) – also Elektroautos, Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit Range Extender – machen inzwischen rund 63 Prozent aller Neuwagenverkäufe in China aus.

Der Geely E2 trifft sowohl bei Größe als auch beim Preis den Nerv vieler Käufer. Mit einer Länge von 4,13 Metern gehört er zu den größeren Vertretern der europäischen Kleinwagenklasse (B-Segment) und übertrifft Modelle wie den Renault 5, Peugeot 208 oder BYD Dolphin Surf. Sein 2,65 Meter langer Radstand sorgt zudem für großzügige Platzverhältnisse im Innenraum und einen überdurchschnittlich großen Kofferraum.

Geely E2 (2026)

Geely E2 (2026)

Ein weiterer Trumpf ist der Preis. In China startet der E2 bereits bei 64.800 Yuan (umgerechnet rund 8.300 Euro). Damit liegt er nur wenig über dem Wuling Hongguang Mini EV (ab 44.800 Yuan beziehungsweise rund 5.800 Euro), unterbietet aber den BYD Seagull – in Europa als Dolphin Surf bekannt –, der ab 69.900 Yuan (etwa 9.000 Euro) angeboten wird. Zum Vergleich: Für ein Tesla Model Y werden in China mindestens 263.500 Yuan (rund 34.000 Euro) fällig.

 

 

Modernes Design und umfangreiche Ausstattung

Auch optisch verfolgt der E2 einen eher zurückhaltenden Ansatz. Statt futuristischer Formen setzt Geely auf ein modernes, klares Design, das ein breites Publikum ansprechen soll. Gleichzeitig bietet der Stromer eine Ausstattung, die in dieser Preisklasse bemerkenswert umfangreich ausfällt.

Zur Serienausstattung gehören unter anderem ein 8,8 Zoll großes digitales Kombiinstrument, ein 14,6-Zoll-Infotainmentdisplay, LED-Scheinwerfer, adaptiver Tempomat, ein 375 Liter großer Kofferraum, der bei umgeklappter Rückbank auf 1.320 Liter wächst, sowie ein 70 Liter großer Frunk unter der Fronthaube.

Für den Antrieb sorgt ein einzelner Elektromotor an der Hinterachse, der mit kostengünstigen und langlebigen LFP-Batterien (Lithium-Eisenphosphat) kombiniert wird. Je nach Version liegt die Reichweite zwischen 253 und 344 Kilometern, was für den Alltag der meisten Kunden ausreichen dürfte.

In Europa wird das Modell bereits in einigen Märkten, darunter Italien, angeboten. Dort beginnen die Preise bei rund 20.900 Euro.

Geely E2 (2026)

Geely E2 (2026), Innenraum

Bild von: Geely

Motor1 meint: Das Erfolgsrezept des Geely E2 ist eigentlich einfach: ein günstiger Preis, praktische Abmessungen, alltagstaugliche Reichweite und moderne Technik. Auf dem hart umkämpften chinesischen Elektroautomarkt scheint genau diese Kombination den Geschmack der Käufer zu treffen.

Ob ihm das Kunststück auch in Europa gelingen wird, bleibt abzuwarten. Über 20.000 Euro statt knapp 8.000 Euro in China sprechen eher dagegen. Zumal es den gelungenen Renault Twingo bereits für sehr ähnliches Geld bei uns gibt und im nächsten Jahr das kleine VW-Elektroauto ebenfalls ab 20.000 Euro angeboten werden soll. 

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