Haben Sie schon immer davon geträumt, sich bei Tempo 420 eine anständige Föhnfrisur zu verpassen? Dann ist dieses Auto genau das Richtige. Auch wenn sich der Bugatti W16 Mistral preislich eher an den kahlköpfigen Jeff Bezos wendet. Damit wir Geringverdiener aber wenigstens träumen können, hat Bugatti nun neue Bilder des Mega-Roadster veröffentlicht.

Kostenpunkt? Offiziell fünf Millionen Euro plus Steuern. Einer der 99 Bauplätze wurde aber schon für über acht Millionen Euro gehandelt.

Beim W16 Mistral handelt es sich um den ersten Roadster von Bugatti seit dem Veyron Grand Sport Vitesse, der 2012 seine Premiere feierte – und er ist zugleich das letzte Modell von Bugatti, das von dem legendären W16-Motor der Marke angetrieben wird. Und es soll laut Bugatti weit mehr als nur eine Weiterentwicklung des Chiron sein.

Bildergalerie: Bugatti W16 Mistral

Basierend auf der ultimativen Ausbaustufe des W16-Motors von Bugatti bietet der W16 Mistral 1.600 PS Leistung. Das bestehende Monocoque wurde überarbeitet und neugestaltet, um eine rundere Silhouette zu schaffen, die auch ohne Dach die strengen gesetzlichen Sicherheitsvorschriften erfüllt.

"Innerhalb der Chiron-Familie war eigentlich nie ein Roadster vorgesehen. Also mussten wir ganz von vorne anfangen, als wir beschlossen, den W16 Mistral zu bauen. Eine der größten Herausforderungen bestand darin, einen Roadster zu entwickeln, der eine Höchstgeschwindigkeit von 420 km/h erreicht, und diese Performance mit einem luxuriösen, kultivierten und sicheren Fahrerlebnis zu kombinieren."

Emilio Scervo, Technikchef von Bugatti Rimac

Bugatti W16 Mistral

Jede Komponente sollte nicht nur neue Maßstäbe in puncto Schönheit setzen, sondern auch dazu beitragen, ein völlig neues Performance-Niveau zu erreichen. Entscheidend war, die Architektur des Roadsters so steif und gleichzeitig so leicht wie möglich zu gestalten, damit die Fahrdynamik der des Chiron Super Sport ähnelt. Das bedeutete, dass das Entwicklungsteam ultraleichte Hochleistungs-Verbundwerkstoffe und ausgeklügelte Strukturen verwenden musste, um die Masse zu minimieren und gleichzeitig die Steifigkeit des Chassis zu erhöhen.

Aufgrund des neuen Exterieurdesigns musste ein komplett neues und äußerst leistungsfähiges Lufteinlasssystem speziell für den W16 Mistral entwickelt werden. Innovative Ansaughutzen, die sich hinter den Kopfstützen befinden, wurden für den Roadster unter Berücksichtigung strenger – aber äußerst wichtiger – Überrollsicherheitstests entworfen und entwickelt. Jede Hutze ist aus einer speziellen Kohlefaserstruktur gefertigt, die im Falle eines Überschlags das gesamte Gewicht des Fahrzeugs tragen kann.

Im Innenraum des W16 Mistral wird für die neu gestalteten Türverkleidungen aufwändig gewebtes Leder verwendet, das sorgfältig und gemäß den höchsten Qualitätsstandards von Bugatti gefertigt wurde. In Anspielung auf die illustren Vorfahren des W16 Mistral ist der aus einem massiven Aluminiumblock gefräste Schalthebel eine Hommage an Rembrandt Bugattis berühmte Skulptur des "tanzenden Elefanten". Abwandlungen dieser Skulptur schmückten die Motorhaube des legendären Type 41 Royale, des luxuriösesten Bugatti aller Zeiten.