Ein Weilchen müssen wir uns noch gedulden, bis wir genau wissen, wie die zweite Generation des Alfa Romeo Stelvio aussieht und was sie technisch so draufhat. Bis 2026 wird es wohl mindestens dauern. Dann will das Cuore Sportivo sein neues D-Segment-SUV vorstellen. Dass selbiges erstmals rein elektrisch daherkommt, ist allerdings kein Geheimnis mehr. 

Wir schauen schon mal ein bisschen in die Zukunft und checken aufgrund unserer letzten Infos, wie der nächste Stelvio denn so aussehen könnte. Und ein bisschen was zur Technologie wissen wir ja auch schon.

Er unterliegt nicht dem Coupé-SUV-Trend

Es deutet vieles darauf hin, dass der neue Alfa Romeo Stelvio seine derzeitige Position als charakterstarkes, sportliches Mittelklasse-SUV mit einer Länge von rund 4,70 Metern nicht aufgeben wird. Er ist ja bisher schon so ein bisschen SUV-Coupéig angehaucht. Zur extremen Coupé-Form wird es aber auch künftig nicht kommen. 

Alfa Romeo Stelvio (2026), il render di Motor1.com

Alfa Romeo Stelvio (2026), das exklusive Rendering von Motor1.com

Was sich nach den Informationen unserer italienischen Kollegen deutlich verändern wird, ist die gesamte Frontpartie. Hier könnte der Grill, das Biscione, neu interpretiert werden. Mit einem rautenförmigen Design, das - ganz Elektroauto - glatt und komplett ausgefüllt ist. Das Marken-Logo wird dann wohl - ein wenig wie beim neuen 33 Stradale - nach oben verlagert.

Alfa Romeo 33 Stradale (2023)

Alfa Romeo 33 Stradale

Alfa Romeo Stelvio (2026), das Rendering von Motor1.com

Die 2026er-Stelvio-Front im Rendering

Vom neuen Supersportwagen dürfte der neue Stelvio auch die Motorhaube mit einer deutlichen "Y"-Ausprägung übernehmen. An der Front ist in diesem Rendering so gut wie alles neu. Wir sehen einen breiten, mittigen Fake-Lufteinlass und ähnlich wie beim aktuellen BMW 7er schmale Tagfahrleuchten oben und vertikale Hauptscheinwerfer darunter.

Alfa Romeo Stelvio (2026), das Rendering von Motor1.com

Glatte Flanken und einziehbare Griffe

Die Form der Flanke und das seitliche Profil sollen sich hingegen wohl nicht allzu sehr vom heutigen Stelvio unterscheiden. Allerdings könnte es bündig eingefasst Türgriffe geben, wie man sie unter anderem vom neuen Peugeot 3008 kennt.

Alfa Romeo Stelvio (2026), das Rendering von Motor1.com

Neue Rückleuchten

Interessant dürfte es auch am Heck des neuen Stelvio werden. Hier könnte es nicht beim derzeit so angesagten durchgehenden LED-Leuchtenband bleiben. Stattdessen ist wohl eine Erweiterung zum Dreieck vorgesehen. 

Alfa Romeo Stelvio (2026), das Rendering von Motor1.com

Die Antriebe

Wir wissen bereits, wie oben erwähnt: Verbrenner wird es beim nächsten Stelvio nicht mehr geben. Hier ist 100 Prozent Elektro angesagt. Dabei wird es verschiedene Leistungsstufen geben. Los gehen wird es wohl bei 350 PS. Bis zu 800 PS oder sogar 1.000 PS in der Quadrifoglio-Version sollen machbar sein. Da haben wir ja schon ein bisschen was dazu gehört.

Die Basis für den ersten elektrischen Stelvio wird die STLA Large-Plattform sein, eine Weiterentwicklung der Giorgio-Plattform, die wir von der aktuellen Generation Giulia und Stelvio kennen.

Grundschema der STLA Large-Plattform

Erwartet wird ein Layout mit zwei Elektromotoren im Heck. Ein Setup mit drei E-Motoren (ein Motor vorne, zwei hinten) wie beim Maserati GranTurismo Folgore dürfte nur in den Top-Versionen zum Einsatz kommen. Das würde bedeuten: Heckantrieb für die Standard-Varianten, Allradantrieb für die Performance-Modelle.

Geschätzte Daten für den neuen Alfa Romeo Stelvio

  Neuer Alfa Romeo Stelvio
Jahr der Präsentation 2026
Karosserietyp 5-türiges SUV
Länge 4,70 m
Motor 2 elektrische (hinten) oder 3 elektrische (1 vorne, 2 hinten)
Antrieb Heck- oder Allradantrieb
Leistung 350 bis 1.000 PS
Batterie 101-118 kWh
Reichweite um die 800 km

Fast 800 Kilometer Reichweite

Das 800-Volt-Elektrosystem und das modulare Batteriepaket mit einer Kapazität zwischen 101 und 118 kWh sollen für eine Reichweite von nahezu 800 Kilometer sorgen. Das wird derzeit al Maximum für die STLA-Large-Plattform angesehen. Die Einführung der ersten Festkörperbatterien der Stellantis-Gruppe ist ebenfalls für 2026 geplant.

Die Produktion des neuen Stelvio sowie der neuen Giulia, die ein Jahr früher kommen soll,  wird im Stellantis-Werk in Cassino, Piedimonte San Germano, vonstatten gehen. Dort sollen dann auch die anderen europäischen Fahrzeuge, die auf der STLA Large-Architektur basieren, gebaut werden.

Bildergalerie: Alfa Romeo Stelvio (2026) Motor1.com Rendering