Test Alfa Romeo Stelvio (2019): Was bringt das Mini-Facelift?

Ach Mensch, wie geht es eigentlich dem Stelvio?

Halbwegs solide mit Luft nach oben, würde ich sagen. Heutzutage ist es in der Regel ja so, dass du als Autohersteller ein neues SUV auf den Markt wirfst und alle Probleme lösen sich von selbst. Fragen Sie mal bei Seat, Skoda, Porsche oder zig anderen nach. "In der Regel" heißt aber nicht "immer". Fragen Sie mal bei Alfa Romeo nach.

Als das Cuore Sportivo vor gut zwei Jahren mit seinem Stelvio startete, waren die Erwartungen an das betont sportliche Familiengefährt riesig. Dieses Auto musste einfach die lang ersehnten Stückzahlen bringen. Zwei Jahre später lässt sich sagen: Der Stelvio verkauft sich nicht schlecht, verglichen mit anderen D-Segment-SUVs aber eben auch nicht besonders gut. 2.764 Exemplare brachte man 2018 in Deutschland unters Volk. So ein BMW X3 macht mehr als das Zehnfache. In den USA waren es immerhin knapp über 12.000. Er ist zweifelsfrei das mit Abstand erfolgreichste Produkt der Marke, was aber in erster Linie zeigt, dass die Marke noch lange nicht da ist, wo sie eigentlich hin wollte. 2016 legte man den ambitionierten Plan vor, innerhalb der nächsten drei Jahre von 75.000 auf 400.000 Einheiten pro Jahr zu wachsen. 2018 verkaufte man weltweit 120.000 Fahrzeuge und bis Mitte 2020 (dann kommt das C-Segment-SUV Tonale) wird es keine neuen Modelle geben. Dieses Ziel wird man also wohl ... ähm ... nicht ganz erreichen.