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Motor1 Numbers: Trotz der Krisen werden Rekordgewinne erzielt
Die Marge von Ferrari ist aktuell unschlagbar, Tesla kann sich aber auch sehen lassen ...


Von: Juan Felipe Munoz
Übersetzt und bearbeitet von: Manuel Lehbrink
4. Mai 2023 um 14:14 Uhr
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Unsere Analyse der jährlichen Finanzergebnisse der meisten westlichen Hersteller und einiger großer chinesischer Autobauer lieferte interessante Resultate für das Geschäftsjahr zwischen Januar und Dezember 2022.
Die Analyse umfasst Informationen über 25 verschiedene Unternehmen aus der ganzen Welt: 8 japanische (Isuzu, Subaru, Honda, Toyota, Mitsubishi, Mazda, Nissan und Suzuki); 7 europäische (Ferrari, Mercedes-Benz, BMW, Stellantis, Volkswagen, Renault und Aston Martin); 5 chinesische (BYD, Great Wall, Geely, Xpeng und NIO); 3 US-amerikanische (Tesla, General Motors, Ford); 1 koreanisches (Hyundai-Kia) und 1 indisches (Tata, zu dem JLR gehört).
Europa an der Spitze
Die erste interessante Tatsache, die sich aus dieser Analyse ergibt, ist, dass die sieben europäischen Hersteller in Bezug auf die Rentabilität ihren Kollegen in anderen Regionen voraus sind. Im Jahr 2022 erzielten die europäischen Autobauer bei einem Gesamtumsatz von über 804 Milliarden Euro einen Gewinn von fast 79 Milliarden Euro.

Das bedeutet, dass ihre operative Marge insgesamt 9,8 Prozent betrug. Das Ergebnis war das beste aller geografischen Gebiete und lag sogar 0,5 Prozentpunkte über den Ergebnissen von 2021.
Ein Teil des positiven Ergebnisses lässt sich durch die Fähigkeit dieser Unternehmen erklären, ein Problem in eine Chance zu verwandeln. Das Hauptproblem, mit dem alle globalen Automobilhersteller im Jahr 2022 konfrontiert waren, war die Krise in der Lieferkette. Es war nicht möglich, mit hohen Raten zu produzieren, weil keine Teile bzw. Halbleiter verfügbar waren. Die Verbraucher in aller Welt mussten monatelang auf ihr neues Fahrzeug warten.

Obwohl sich diese Situation negativ auf den Absatz auswirkte, war sie für die Hersteller die beste Gelegenheit, die Lagerbestände zu verringern, die Produktionseffizienz zu steigern und damit die Rentabilität zu verbessern. Sowohl die Hersteller als auch die Verbraucher haben gelernt, mit dieser neuen Realität zu leben, und während sie für die letzteren noch immer schmerzhaft ist, haben sich die ersteren daran gewöhnt und das Beste daraus gemacht.
Ferrari ist unschlagbar
Die andere wichtige Schlussfolgerung der Finanzanalyse ist, dass Ferrari immer noch der absolute Gewinn-König ist. Obwohl die operative Marge zwischen 2021 und 2022 um einen Prozentpunkt gesunken ist, ist der italienische Autobauer unschlagbar. Selbst im Vergleich zu Tesla, das auf Platz zwei der Rangliste liegt.
Im vergangenen Jahr lieferte Ferrari weltweit 13.221 Neuwagen aus und erwirtschaftete damit einen Gesamtumsatz von 5,09 Milliarden Euro. Davon verdiente das Unternehmen nach Abzug der Betriebskosten 1,22 Milliarden Euro. Mit anderen Worten: Ferrari verdiente 24 Cent für jeden Euro Umsatz. Dies ist eine enorme Leistung im Vergleich zum Branchendurchschnitt von 7,6 Cent. Und das Beste kommt erst noch, denn der neue Purosangue muss sich noch in der Gewinn- und Verlustrechnung niederschlagen.

Tesla war das zweitprofitabelste Unternehmen und dasjenige mit dem höchsten Anstieg der operativen Marge zwischen 2021 und 2022. Die Marge von Tesla stieg von 12,1 in 2021 auf 16,8 % im vergangenen Jahr. Musks Unternehmen ist einer der seltenen Fälle von Rentabilität im Segment der Elektrofahrzeuge. Die höhere Anzahl der verkauften Autos, die fehlende Entwicklung neuer Autos (das Model Y ist das neueste und wurde 2019 eingeführt) und eine größere Skaleneffizienz erklären den Anstieg der Rentabilität.
Und China?
Es ist schwierig, sich ein vollständiges Bild von der chinesischen Industrie zu machen, da viele der großen chinesischen Unternehmen über Joint Ventures auch Autos für westliche Marken produzieren. Aus den wenigen verfügbaren Informationen geht jedoch hervor, dass die Situation eher gemischt ist. Great Wall verzeichnete mit 6,8 % die höchste Rentabilität, gefolgt von BYD und Geely. Im Gegensatz dazu verzeichneten Xpeng und NIO, die beiden EV-Start-ups, im Jahr 2022 hohe Verluste.
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Der Autor des Artikels, Juan Felipe Munoz, ist Automotive Industry Specialist bei JATODynamics.
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