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Motor1 Numbers: Ist Tesla ein Premium-Hersteller?
Es gibt Gründe für diese Annahme ... aber auch Punkte, die dagegen sprechen


Von: Juan Felipe Munoz
Übersetzt und bearbeitet von: Manuel Lehbrink
24. Mär. 2023 um 12:55 Uhr
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Wie wir alle wissen, ist Tesla heute ein wichtiger Akteur in der globalen Automobilindustrie. Mit über 1,3 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen war der Hersteller in 2022 die 16. meistverkaufte Marke der Welt. Noch vor Fiat. Der Absatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent, was das Unternehmen zum zweitbesten unter den Top 25 der Welt macht – nur übertroffen von BYD mit einem Plus von 152 Prozent.
Mit der weltweiten Verbreitung seiner Modelle beginnt das Unternehmen, immer mehr Konkurrenten unter den verschiedenen Marken zu finden. Tesla ist aber im Vergleich zu den traditionellen Marken immer noch ein relativ neuer Hersteller. Da Tesla jedoch allmählich an Boden gewinnt, ist es unvermeidlich, die Autos des US-Unternehmens mit denen anderer Marken zu vergleichen. Einige von ihnen gehören zum Mainstream-Markt, während andere dem Premium-Segment zuzurechnen sind. Aber sind die Model S, Model 3, Model X und Model Y wirklich Premium-Autos? Schauen wir uns an, was unter diese Definition fällt ...
Premium? Ja!
Der Hauptgrund für die Einordnung von Tesla in das Premium-Segment ist die Positionierung der Fahrzeuge. Dazu gehört nicht nur der Preis, sondern auch die Art und Weise, wie das Unternehmen seine Produktion in der Öffentlichkeit kommuniziert und auf welche Merkmale es sich konzentriert. Als Vorreiter hat das Unternehmen von Elon Musk den Vorteil, als innovativer Automobilhersteller anerkannt zu sein, der anderen Marken in Bezug auf die Technologie und Effizienz von Elektrofahrzeugen voraus ist.

Diese Positionierung und das Image, das Tesla in der Öffentlichkeit genießt, ermöglichen es dem Unternehmen, die Fahrzeugpreise auf demselben Niveau anzusetzen wie andere Premium-Automarken. Der Hauptkonkurrent des Model 3 auf dem Markt für Autos mit Verbrennungsmotor ist also nicht unbedingt ein VW Passat, sondern eher eine Mercedes-Benz C-Klasse, ein BMW 3er oder ein Audi A4. Und das obwohl der Tesla in Bezug auf Ausstattung und Innenraumdetails eher schwächer aufgestellt ist.
Als innovative und alternative Wahl für viele Verbraucher kann Tesla sicher beide Seiten der Branche bedienen, die Premium- und die Mainstream-Klasse. Die Tatsache, dass diese Autos etwas wirklich Neues und Besseres bieten als der Durchschnitt der aktuellen Elektrofahrzeuge, ist ein guter Grund, die Modelle zu den Premiumfahrzeugen zu zählen.
Premium? Nein!
Auf der anderen Seite gibt es die subjektive Definition von Premium. Ein Premium-Auto wird meist mit dem deutschen Trio Audi, BMW und Mercedes-Benz in Verbindung gebracht. Ihre Autos sind teurer, weil sie besser verarbeitet sind, über eine fortschrittlichere Ausstattung verfügen und einfach weil sie für "Exklusivität" stehen.
Ihr Erfolg hat viele andere Autohersteller inspiriert, in diesen lukrativen Markt einzusteigen: Lexus von Toyota oder Genesis von Hyundai sind zwei auch in Europa gültige Markenbeispiele. Aber auch die Neupositionierung von Herstellern spielt eine Rolle. Beispielsweise von Alfa Romeo, Volvo oder Jaguar.

Der Innenraum eines Tesla ist nicht sonderlich elegant. Er mag viele interessante Fahr- und Softwarelösungen haben. Das Armaturenbrett ist nicht nur schlicht (schlicht kann auch Premium sein), sondern manchmal auch von schlechter Qualität. Selbst die Sitze sind ein Rückschritt.
Natürlich ist dies eine subjektive Angelegenheit. Die Qualität eines Autos wird von vielen verschiedenen Faktoren bestimmt, die von Fahrer zu Fahrer unterschiedlich sind. Der wichtigste Teil der Geschichte ist am Ende dann einfach die Zufriedenheit des Autofahrers.
Mehr Numbers-Artikel:
Motor1 Numbers: Alles zum weltweiten Absatz von Fiat in 2022
Motor1 Numbers: Was ist los mit Jaguar?
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Motor1 Numbers: Wird der SUV-Boom jemals zu Ende gehen?
Der Autor des Artikels, Juan Felipe Munoz, ist Automotive Industry Specialist bei JATO Dynamics.
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